NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN

Molly Moon
Kindertheater Nellie Nashorn

2005

 

 
 
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Die Gruppe

Das Kinder- und  Jugendtheater Nellie Nashorn spielt unter der Leitung von Birgit Vaith nun das sechste Theaterstück.

Die 15 Jungs und Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren treffen sich einmal in der Woche, um mit viel Spaß ans Theaterspielen zu gehen.

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Handlung

Molly Moon ein unscheinbares Mädchen, dessen Leben in einem düsteren Waisenhaus beginnt, wird durch eine einzigartige Fähigkeit aus dem Dunkel ins Licht gebracht.

So bekommt sie eine Chance das Waisenhaus endlich hinter sich zu lassen und aufzubrechen in ein neues Leben!

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Presse

Badische Zeitung von Samstag 16. Juli 2005

Hilfe aus dem Hypnosebuch

VOR DER PREMIERE: Jugendtheatergruppe Nellie Nashorn Lörrach inszeniert „Molly Moon“

Im Prinzip, so erzählt Theaterpädagogin Birgit Vaith, wollte die Kinder- und Jugendtheatergruppe Nellie Nashorn bereits im vergangenen Jahr das Jugendbuch „Molly Moon" auf die Bühne bringen. Aber die jungen Spielerinnen und Spieler seien seinerzeit noch nicht so weit gewesen, dass es ihnen hätte gelingen können, so viele Handlungsstränge umzusetzen. Außerdem habe sie selbst für die dramatische Umsetzung des Romans in Form eines Drehbuchs sehr viel Zeit gebraucht.

Nach den Sommerferien war es dann aber soweit: Mit Improvisationen zum Buch und Findungs-Rollenspielen begann die Gruppe, sich die Figuren von „Molly Moon" zu erarbeiten. In dem Stück, so erläutert Birgit Vaith, komme es arg auf die Figuren an und auf die Beziehungen untereinander. Fragen wie „Wie gehen Jugendlichen mit anderen, auch mit Jüngeren um? " seien von enormer Wichtigkeit. Hier habe man mit Bewegungen viel ausprobiert, bis später der Text dazu kam.

Fünf Jungen und zehn Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren gehören der mittleren der drei Theatergruppen am Nellie Nashorn an. Dabei sind auch noch welche, die mit neun Jahren in der „Urgruppe" anfingen. Ganz auffällig sei, wie stark sich die Spielerinnen und Spieler entwickelt hätten, so die Theaterpädagogin. „Sie machen selbst Vorschläge, wie gespielt werden könnte, und nutzen das Handwerkszeug, das sie sich mit der Zeit erarbeitet haben." „Molly Moon" sei auch deshalb schwer zu inszenieren, weil die Spieler ständig auf der Bühne sind. Die Szenenwechsel zu gestalten und ins Spiel zu integrieren, sei nicht leicht. „Immer zu spielen und nicht ins Private zu fallen - das machen die inzwischen richtig toll", lobt Birgit Vaith. Die hochkomplizierte Geschichte beginnt in einem düsteren Waisenhaus und endet am schillernden Broadway. Dazwischen findet Molly ein Hypnosebuch, mit dessen Hilfe sie aus dem Waisenhaus entkommt, wo es ihr sehr schlecht geht. Sie geht nach Amerika, wird aber von einem bösen Schurken verfolgt, der hinter dem Hypnosebuch her ist.

Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Die Musik hat übrigens wieder Annegret Brake passend zum Stück gemacht. Premiere von "Molly Moon" ist am Sonntag, 17. Juli, 15 Uhr im Nellie Nashorn. Zum Anschauen ist es für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Barbara Ruda


Badische Zeitung vom Mittwoch, 20. Juli 2005          

Hypnose: Auf einmal ist alles ganz anders

Jugendtheatergruppe Nellie Nashorn Lörrach zeigt sich bei der Premiere von „Molly Moon“ in glänzender Spiellaune

Die Seife am Seil pendelt langsam hin und her, während Molly Moon (Marlene Meißner) mit glasigen Augen ihre Waisenhaus-Mitbewohner anstiert. „Bei jeder fiesen Bemerkung, die euch zu mir einfällt, haut ihr euch ab jetzt an den Kopf“, sagt das Mädchen beschwörend – und klatscht in die Hände. 

Und auf einmal ist alles ganz anders: Wurde Molly zuvor von der Clique um Hazel (Leonie Reissner) mit Spott und Hohn übergossen und von der Waisenhausleiterin Miss Adderstone (Amelie Tittel) und Köchin Edna (Kirstin Quartier) dauernd völlig grundlos bestraft, sind jetzt alle zuvorkommend zu ihr. Hypnose heißt nämlich das Zauberwort in der neusten Inszenierung des Kinder- und Jugendtheaters Nellie Nashorn, das am Sonntag viel umjubelte Premiere hatte.

Die jungen Spielerinnen und Spieler sind in glänzender Spiellaune, haben die hochkomplizierte Geschichte mit ihren unzähligen Szenewechseln immer im Griff. Trotz der hohen Konzentration, die ihnen das über eineinhalb Stunden abverlangt, können sie so locker und befreit aufspielen, dass ihnen ganz komische Momente gelingen: wenn Edna zum Beispiel als italienischer Christbaum geschmückt völlig außer sich gerät vor Begeisterung, wenn Florian Bürgelin und Hendrik Willems synchron in der Pose treuherziger Hunde einfrieren, wenn sich Molly und Hund Petula (Franziska Mohr) ein herrliches Bell-Duell liefern oder Philip Honold als überkandidelter Simon Nockman ausrastet vor Wut. Bei der Umsetzung einiger Szenen wartet die Theatergruppe von Birgit Vaith mit verblüffenden Ideen auf. So bei Molly Moons Besuch in der Bibliothek, bei dem alle anderen Bücher spielen, die aus sich selber rezitieren.

Eigentlich sind beinahe alle ständig auf der Bühne, und zwischen zwei Szenen geht nur das Licht für ein paar Sekunden aus. Wenig Zeit für die Spieler, sich auf die jeweils neue Situation einzustellen, die sparsamen Kulissen (Stühle und Kleidungsstücke auf dem Boden) neu zu ordnen oder gar in eine andere Rolle zu schlüpfen. Auch Max Isele, Petra Jeroma, Mathilde Leibfried, Maren Hätty, Swenja Müller und Jonas Huth fügen sich mit ihrer prima Leistung einwandfrei ins Ensemble ein.

So wechselt die Szenerie vom düsteren Waisenhaus an den schillernden Broadway. Dass Molly Moon sich dort durch böse Spielchen an die Stelle des Kinderstars und Britney Spears-Klon Davina Nuttle (Kathrin Maliszewski) setzt, kann natürlich nicht gut gehen. Nach dem trotzdem glücklichen Ende will der Applaus im Nellie Nashorn gar nicht enden – der verdiente Lohn für das ganze Team.

Barbara Ruda


Oberbadisches Volksblatt vom Samstag, den 18. Februar 2006

Erfolgsstory mit Hindernissen

Kinder- und Jugendtheater Nellie Nashorn mit „Molly Moon“

Von Michaela Wassmer

Lörrach. „Sumpfauge", „Stinksocke", „Schlaftablette" - es ist wahrlich nicht nett, was sich Molly Moon (wandlungsfähig: Marlene Meißner) im Waisenhaus anhören muss. Gehänselt und gepiesackt wird sie von Heimleiterin Mrs. Adderstone (Amelie Tittel), Hazel (Leonie Reissner) und ihrer Gang. Mit einem Buch erlernt Molly die Kunst der Hypnose. Und fortan dreht sich die Welt nach Mollys Willen und Vorstellung. Plötzlich ist sie allseits beliebt und avanciert sogar zum gefeierten Broadway-Star in New York. Stets begleitet wird sie von ihrem treuen Hund Petula (herrlich komisch in ihrer stummen Rolle: Franziska Mohr). Der Beginn einer Erfolgsstory, möchte der geneigte Zuschauer glauben - wäre nicht der raffgierige Professor Nockman (Philipp Honold), der an das Buch will.

Das von der Kinder- und Jugendtheatergruppe Nellie Nashorn gespielte Stück „Molly Moon" feierte letzten Juli Premiere. Seit sieben Jahren spielt die Gruppe - 15 Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren - unter der Leitung von Birgit Vaith. Viele sind „Stammspieler", so die Regisseurin, und seit der ersten Stunde dabei. Ein wenig älter sind sie geworden, doch das kommt ihrem Spiel durchaus zugute.

  Mit einem raffinierten Kunstgriff integriert Vaith alle - trotz der dramaturgisch dominanten Rolle der Molly Moon - in den Bühnenraum. Als Arzneischränke, Bücherregale, Fernsehbilder formiert sich das Ensemble auf der mit Kleidungsstücken übersäten Bühne zum lebenden Inventar. Vaith zeichnet auch für die szenische Bearbeitung des gleichnamige Kinderbuchs von Georgia Byng verantwortlich: „Ich habe dabei darauf geachtet, dass auf der Bühne Theaterbilder entstehen."

Nicht nur die Hauptdarsteller, Marlene Meißner und Philipp Honold, füllen ihre Rolle mit viel Spielwitz, Selbstironie und Esprit aus. Birgit Vaith und ihrem Ensemble ist mit „Molly Moon" trotz eines dicken Wälzers als Vorlage eine stimmige, lebendige und kurzweilige Inszenierung gelungen - mit der sie sich beim Amateurfestival der Göppinger Theatertagen bewerben wollen. Daumen drücken!
 

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Fotogalerie

Fotos von den Proben

 

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Fotos: Thomas Quartier
 

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Es spielen
 
  Molly Moon
Franziska Mohr Petula
Philip Honold Simon Nockman
Amelie Tittel Miss Adderstone
Kirstin Quartier Edna
Max Isele Rocky Scarlett
Leonie Reissner Hazel Hackersly
Petra Jeroma Cynthia Redmoon
Mathilde Leibfried Camilla Ross, Barry Bragg
Kathrin Maliszewski Davina Nuttle, Ruby Able
Maren Hätty Gemma Patel
Florian Bürglin Gerry Oakly
Swenja Müller Jinx Eames, Bibliothekarin
Jonas Huth Gordon Boils, Cube Man
Hendrik Willems Roger Fibbin, Charlie
   
Regie Birgit Vaith
Technik Magdalena Vaith

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