NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2006



Kindertheater Nellie Nashorn

MOMO
nach Michael Ende
Regie: Birgit Vaith

 

 

 
 
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Zum Stück

In einer Phantasiewelt, die sehr an das Heute erinnert, ist die Gesellschaft der Grauen Herren am Werk. Sie versuchen, alle Menschen dazu zu bringen, Zeit zu sparen. In Wahrheit werden die Menschen um ihre Zeit betrogen – während sie versuchen Zeit für später zu sparen, vergessen sie, im Jetzt zu leben.

Als die Welt schon fast den grauen Herren gehört, beschließt Meister Hora ( der geheimnisvolle Verwalter der Zeit) zu handeln. Er stoppt die Zeit, wodurch die ganze Welt stehen bleibt und schickt seine Schildkröte Kassiopeia mit Momo in den Kampf gegen die übermächtig erscheinenden grauen Herren.
 

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Presse

BZ vom 10.10.2006

"Momo" — ganz ohne Schnickschnack

Das Kindertheater Nellie Nashorn setzt das bekannte Märchen mit Spielfreude in Szene

LÖRRACH. Um ein modernes Märchen wie Michael Endes "Momo" zu inszenieren, braucht es nicht unbedingt eine große Kulisse und viel Brimborium. Das konnten die Zuschauer bei der Premiere des Stücks mit dem Kindertheater Nellie Nashorn am Sonntag erleben. Allein durch ihr engagiertes, konzentriertes Spiel auf der mit farbigen Quadern spärlich ausgestatteten Bühne gelang es nämlich den 15 Mädchen, das Publikum mit ins Land der Phantasie zu nehmen.

Dort spielt die Geschichte um das kleine elternlose Mädchen Momo, das immer ein Spiel kennt, wenn es den Freunden langweilig ist. Momo wird mit einer wunderbaren Balance zwischen Unbekümmertheit und Nachdenklichkeit von Helen Schneider dargestellt. Als einzige widersteht Momo den Verlockungen der immerfort Zigarren rauchenden Grauen Herren, die alle Menschen dazu bringen wollen, Zeit zu sparen. Momo kommt aufgrund ihres natürlichen Wesens auch hinter ihr dunkles Geheimnis: In Wirklichkeit sind es Zeitdiebe. Diese Welt erinnert sehr an das Heute. So erzählen die Freunde Momo, dass ihre Eltern keine Zeit mehr für sie haben und sie stattdessen mit Geld und Gütern wie I-Pods oder CDs abspeisen. "Ja, es wird kalt" , antwortet Momo. Das ist einer von mehreren stillen, anrührenden Momenten in der ansonsten recht quirligen Inszenierung von Birgit Vaith.

Aufgrund der verknappten und vereinfachten Wiedergabe des Buchinhalts wechseln die Szenen nämlich recht schnell, und dazwischen müssen die Spielerinnen auch noch die Umbauten im Dunkeln bewältigen oder ihre Kostümierung variieren. Denn außer der Hauptdarstellerin schlüpfen alle gleich in mehrere Rollen: Katrin Bauer (unter anderem Meister Hora), Jennifer Blaha (Friseur Fusi), Allegra Furgalec (Bibigirl), Laura Günther (Gigi), Stefanie Herrmann (Liliana), Michaela Junkov (Nino), Nicole Keim (Managerin), Carolin Lachner, Svenja von Reuss und Judith Werner (Graue Herren), Jiska Mutter (Nicola), Norina Plank (Beppo), Silke Quartier (Kassiopeia) und Maike Reissner (Polizist).

Was auf der Bühne an Ausstattung gespart wurde, wird mit Musik, Phantasie und pfiffigen Ideen mehr als wettgemacht. So spielen drei Mädchen das große Uhrwerk von Meister Hora, und dass Kassiopeia eine Schildkröte ist wird mit einem Gitarrenkoffer als Panzer und einem Vesperbeutel mit Salatblättern dargestellt. Herrlich, wie Silke Quartier diese nach und nach verspeist — als ob es der blanke Genuss sei. Da hat es Maike Reissner als Polizist viel besser: Sie darf nämlich während der Vorstellung einige Gummibärchen vernaschen. Inhaltlich auf das Wesentliche konzentriert spricht diese "Momo" -Inszenierung große und kleine Zuschauer gleichermaßen an, ist spannend anzuschauen und rundherum gelungen.
 

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Fotogalerie

 

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Fotos: Thomas Quartier
 

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Personen und ihre Darsteller
 

Meister Hora und andere 

Katrin Bauer
Friseur Fusi und andere  Jennifer Blaha
Bibigirl und andere  Allegra Furgalec
Gigi und andere Laura Günther
Liliana und andere

Stefanie Herrmann

Nino und andere Michaela Junkov
Managerin und andere Nicole Keim
Grauer Herr und andere  Carolin Lachner  

Nicola und andere 

Jiska Mutter

Beppo und andere

Norina Plank
Kassiopeia und andere Silke Quartier
Polizist und andere  Maike Reissner
Grauer Herr und andere 

Svenja von Reuss

Momo  Helen Schneider
Grauer Herr und andere  Judith Werner
   
Regie Birgit Vaith
   

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