NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN

Paris 1900

deutsch-französisches Theaterprojekt
"Les Hippopotames" & das "Junge Theater Nellie Nashorn"
2006
 

 

 
 
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Zur Gruppe

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Zum Stück

In humorvollen Szenen zeigen "Les Hippopotames" aus Nancy und das "Junge Theater Nellie Nashorn" aus Lörrach in einer Koproduktion die Pleiten, Pech und Pannen der Olympischen Spiele in Paris 1900.

In turbulenten Begegnungen, sei es beim Wettangeln oder in der zart aufkeimenden Liebe zwischen den beiden deutsch-französischen Mannschaftskapitänen, treffen die französischen und deutschen Teilnehmer in den unterschiedlichsten Disziplinen aufeinander. Seit März 2006 wurde an dieser Produktion der deutsch-französischen Jugendtheatergruppe unter der Leitung der Regisseure Leo Turon, Helene Merlin und Birgit Vaith gearbeitet.

Die mehrtägigen Probeeinheiten fanden sowohl in  Deutschland, als auch in Frankreich statt.

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Presse

BZ vom 25.05.2007

Jurypreis für die Koproduktion "Paris 1900"

Erfolg fürs Junge Theater

LÖRRACH (seh). Begeisterung beim Jungen Theater Nellie Nashorn: Beim Theaterfestival in Vézelise bei Nancy holte die deutsch-französische Koproduktion "Paris 1900" den Jurypreis, in der Publikumsgunst landete das Stück auf Platz zwei.

Realisiert wurde die Produktion rund ums Thema Olympische Spiele, die auf die Mittel des Bewegungstheaters setzt und diesseits wie jenseits der Grenze verstanden wird, vom Jungen Theater Nellie Nashorn und der Gruppe Les Hippopotames des Regisseurs Nicolas Turon. Er trat als Mitglied von Le Troupô mehrfach beim Internationalen Theatertreff auf. Beim Lörracher Festival lernten sich die Jugendgruppen aus Lörrach und Nancy kennen und verabredeten die Zusammenarbeit, die nun preisgekrönt wurde.

Gezeigt wurde "Paris 1900" vor dem Festival in Vézelise bereits in Lörrach, Nancy und beim Festival in Friedrichshafen, zwei weitere Festivals stehen noch auf dem Programm. Die Freude über den Preis sei auch deshalb groß, sagt Birgit Vaith als Regisseurin des Jungen Theaters Nellie Nashorn, weil die Konkurrenz beim internationalen Festival in Vézelise stark war. Das Preisgeld von 350 Euro ist bescheiden, aber für die Fortsetzung der Kooperation willkommen. Die ist nämlich bereits verabredet. Im November startet das nächste Projekt, "Die Grenze" ist diesmal das Thema.


Die Oberbadische vom 27.9.06

Leicht, kess und sehr charmant

Premiere von „Paris 1900“ im Nellie Nashorn / Gelungene deutsch-französische Koproduktion

Von Dorothea Gebauer

Lörrach. Es ist, als ob man in einem großen, bunten Bilderbuch aus früherer Zeit blätterte. Fröhlich bewegte und bewegende Bilder gehen kurzweilig und in sportlich rasantem Tempo über die Bühne, ranken sich um die Themen Sportolympiade und Weltausstellung am Anfang des 20. Jahrhunderts. „Paris 1900" ist ein Stück, das mit Schauspielern des „Jungen Theater Nellie Nashorn" unter der Regie von Birgit Vaith gemeinsam mit Nicolas Turon auf die Bühne gebracht und mit französischen Jugendlichen der Theatergruppe „Les Hippopotames" aus Nancy erarbeitet wurde.

Auf der Metaebene des Stückes wird Bezug genommen auf Klischees, wird spielerisch und humorvoll die Beziehung der beiden Nationen Frankreich und Deutschland thematisiert.

Disziplinen, die es nicht mehr gibt, Kuriositäten und Skurriles wird mit aufs Korn genommen und pantomimisch fein und glanzvoll geschliffen dargeboten.

Wie komisch und groß, einzigartig und wunderbar Olympiade und Weltausstellung für die damalige Öffentlichkeit waren, wird leichtfüßig und charmant veranschaulicht.

Natürlich muss auch bei allem Wettbewerb und sportlichem Ehrgeiz die Liebe ins Spiel kommen und zuckersüß eingebaut werden.

Dass beide Truppen schon Erfahrung in Theaterarbeit haben, es gut miteinander können und mühelos kooperieren, ist unübersehbar.

Trotz aller Disziplin und Professionalität ist die Vorstellung von jugendlichem Schwung und Elan durchdrungen, sie entwickelt sich so kess und witzig, dass an keiner Stelle Langeweile aufkommt.

Die Zweisprachigkeit ist kein Problem. Spontane Simultanübersetzungen unterbrechen nicht, sondern sind in kleine szenische Einheiten eingebettet, in denen der Körper, die Formation, die Mimik und Gestik viel mehr aussagen als Worte allein.

Die mutige Koproduktion begann mit einer Begegnung der beiden Regisseure während des Internationalen Theatertreffens in Lörrach. Historische Tonaufnahmen und -dokumente geben der Aufführung Zauber und authentischen Flair. Die Kostümierung, ebenso der damaligen Zeit nachempfunden, spielt mit Emblemen nationalen Stolzes.


BZ vom 26.09.2006

Gleichstand unter Freunden

Paris 1900 - ein Projekt vom jungen Theater Nellie Nashorn und Le Troupô aus Nancy

Vor einem knappen Jahr trafen sich das Junge Theater Nellie Nashorn von Birgit Vaith und Le Troupô aus Nancy beim Internationalen Theatertreff in Lörrach und verabredeten ein gemeinsames Projekt. Jetzt war das Ergebnis als Schlusspunkt der Jubiläumswoche im Nellie Nashorn erstmals auf der Bühne zu sehen.

Zwischen den jungen Spielern aus dem Dreiländereck und der Jugendgruppe von Le Troupô, die sich "Les Hippopotames" (Die Nilpferde) nennt, ist Freundschaft gewachsen - das Stück "Paris 1900" , das sie zusammen unter der Regie von Birgit Vaith und Nicolas Turon erarbeitet haben, spielt mit dem Gegenteil.

Im Mittelpunkt steht die Konkurrenz zweier Nationen, ausgetragen auf dem Feld des Sports und in höchst unterhaltsamer Weise. Paris 1900, das war Olympia - in jenen unendlich fernen Zeiten, da es noch kein Fernsehen gab. So spielen denn Gazetten eine große Rolle als Transporteure des sportlichen und semisportlichen Geschehens. Es wird geblättert und geraschelt und zitiert im Takt und nach jener präzisen Choreographie, die das ganze Stück durchzieht. Aufs Schönste nehmen sich die einstigen Erbfeinde selbst auf den Arm.

Auftakt: Dem deutschen Michel ist sein Täubchen abhanden gekommen, das er doch für den Wettbewerb benötigt - diese Spiele kennen nämlich Sportarten, die längst nicht mehr olympisch sind. Angeln zum Beispiel. Oder Bogenschießen. Oder eben Brieftaubenflug. Am Ende hat er seinen Vogel zurück, für kurze Zeit zumindest, der Bogen schließt sich. Dazwischen tobten eine höchst humorvolle Konkurrenz und eine kleine Romeo-und-Julia-Geschichte zwischen den Mannschaftskapitänen beider Parteien. Eine deutsch-französische Liaison, die für allerlei zusätzlichen Witz sorgt und - anders als bei Shakespeare - glücklich endet.

Im Zentrum aber steht der Sport. Die jungen Spieler - sie sind 14 bis 18 Jahre alt und agieren ebenso vergnügt wie diszipliniert - wogen als Rennradlerpulk und Marathonhaufen über die Bühne. Sie messen sich im Angeln, Boxen, Gewichtheben, Fechten, Diskuswerfen, Weitsprung oder Heißluftballonflug, streiten auch schon mal auf nichtsportlichem Terrain - all das vor allem mit Gestik und Mimik. Dieses Theater setzt auf den Ausdruck des Körpers. Es gibt schon auch Sätze und Worte, es wird damit gespielt, dass man sich (sprachlich) nicht versteht, aber für das Publikum gibt es keine Sprachbarriere. Man schaut und liest aus der Aktion, was gerade geschieht.

Wunderbar gelingen die Szenen mit großer Besetzung, die akkurat durchkomponiert sind, aber auch Soli und Duette. Viel mimische Begabung haben die Regisseure herausgekitzelt - man merkt, von diesen Jugendlichen steht keiner zum ersten Mal auf der Bühne. Am Ende steht ein knapper Sieg der Teutonen und "Gold für fair play" für die Konkurrenz, in summa "der schönste Gleichstand der Sportgeschichte".

Sabine Ehrentreich


Der Sonntag vom 17. September 2006

Die kuriosen Spiele

Ein sportliches deutsch-französisches Jugendtheater

Von Kornelia Schiller

Ein Hauch von Olympia wird durch das Nellie Nashorn wehen, wenn am 24. September um 17 Uhr die olympische Flamme entzündet wird. Dann heißt es für 45 Minuten: Möge der Beste gewinnen.

Es wird ein theatralisch-sportlicher Wettkampf werden, den das Junge Theater Nellie Nashorn mit den „Les Hippopotames" aus der französischen Stadt Nancy ausfechten wird. Sie werden in einer grenzüberschreitenden Theater-Coproduktion die Olympischen Spiele in Paris um 1900 schauspielerisch umsetzen.

Seit März proben die Jungschauspieler sowohl in Lörrach als auch in Nancy an der Umsetzung des Stoffes, den sich Birgit Vaith zusammen mit ihren französischen Kollegen Leo Turon und Helene Merlin ausgedacht hat.

Wie aber kam es zu dieser gemeinsamen Produktion? „Die Frage lässt sich schnell beantworten", erzählt Birgit Vaith. „Als Leo Turon und ich uns im vergangen Jahr beim internationalen Theatertreffen in Lörrach getroffen haben, haben wir beschlossen, mit den Jugendtheatergruppen, die wir betreuen, ein gemeinsames Projekt zu erarbeiten." Im Januar traf sich Vaith mit ihren französischen Kollegen Turon und Helene Merlin zum gemeinsamen Brainstormen für die Theater-Coproduktion. Sie beschlossen, eine eigene Idee szenisch umzusetzen. „Wir sind irgendwie auf die kuriosen Olympischen Spiele in Paris 1900 gekommen." Kurios deshalb, weil die Spiele damals ein halbes Jahr dauerten und viele Teilnehmer sich gar nicht bewusst waren, dass sie an den Olympischen Spielen teilnehmen, denn sie waren Bestandteil der Weltausstellung.

Nachdem man gemeinsam das Thema des Stückes gefunden hatte, wurde in Nancy und in Lörrach eine Menge zum Thema recherchiert. Vaith und ihre Schützlinge wälzten Bücher mit Fotos, um sich einen Eindruck über die damalige Situation zu verschaffen. Kleidung, Körperhaltung und Aussehen der Sportler wurden genauestens studiert, um sie umsetzen zu können. In „Paris 1900" wird weniger mit Worten agiert, sondern vor allem mittels Körpersprache. „Bei der Zusammenarbeit mit den französischen Jugendlichen haben wir festgestellt, dass sie eine sehr körperbetonte Art des Schauspielerns haben", erwähnt Regisseurin Vaith. Die pantomimische Darstellung des Stückes hat vor allem den Vorteil, dass man die deutsch-französische Sprachbarriere überwindet. Die deutschen Jugendlichen haben sich gern auf dieses Experiment eingelassen. Mit ihrer Regisseurin haben sie zuerst ihre eigene Körpersprache erforscht, bevor sie an die Rollenverteilung für das Stück gingen.

„Jeder der Darsteller hat seine ganz eigene Körpersprache, die wir versucht haben, für den Charakter des Stückes zu nutzen."

Bei den gemeinsamen Proben, die wechselnd in Frankreich oder in Deutschland stattfanden, lernten die Jugendlichen voneinander. Mittlerweile sind sie zu einer binationalen Theatergruppe zusammengewachsen, die sich auf die Premiere am 24. September in Lörrach freut. Nach den Aufführungen in Lörrach geht es für das Jugendtheater Nellie Nashorn nach Frankreich auf Tournee.


Badische Zeitung vom Samstag, 16. September 2006

Wenn das Nashorn mit dem Nilpferd. . .
Deutsche und französische Jugendliche haben gemeinsam ein Theaterstück einstudiert

Wenn die Nilpferde mit den Nashörnern zusammen kooperieren, dann gibt es Theater. Die Nilpferde, das ist die französische Jugendtheatergruppe "Hippopotames" aus Nancy. Zusammen mit dem Jungen Theater Nellie Nashorn werden sie am 24. September das Stück "Paris 1900" aufführen. Besonderheit dieser deutsch-französischen Theater-Koproduktion: körperbetontes Schauspiel.
Als sich Regisseurin Birgit Vaith und der französische Regisseur Léon Turon im vergangenen Jahr beim internationalen Theatertreff in Lörrach begegneten, war es Liebe auf den ersten Blick - zumindest was die gemeinsame Arbeit anbelangt. Beide einigten sich darauf, zusammen mit den Jugendtheatergruppen, die sie betreuen, eine Koproduktion auf die Beine zu stellen. Als sie ihren Schützlingen von dieser Idee erzählten, "waren die Feuer und Flamme" , so Vaith.

Im Januar hat sich Birgit Vaith mit ihren französischen Regiekollegen Léo Turon und Hélène Merlin das erste Mal getroffen um ein Stück für das gemeinsame Theaterprojekt zu finden. "Wir haben gemeinsames Brainstorming betrieben und sind irgendwie auf diese kuriosen Spiele von Paris im Jahr 1900 gekommen" , berichtet Birgit Vaith.

Daraufhin wurde sowohl in Deutschland als auch in Frankreich eine Menge über diese Spiele recherchiert und das Ergebnis kann sich sehen lassen: pantomimisches Theater deluxe. "Die Franzosen haben eine sehr viel körperbetontere Art des Schauspielens und das versuchen wir in unserem Stück umzusetzen" , erklärt die Regisseurin. Ergebnis: das Stück basiert zu einem großen Teil auf pantomimischer Darstellung des Inhalts. Mit vollem Körpereinsatz werden acht deutsche Jugendliche und fünf französische Schauspieler die kuriosen Geschehnisse der Spiele in Paris 1900 auf der Bühne umsetzen. In turbulenten Begegnungen treffen die französischen und deutschen Teilnehmer im Theaterstück nicht nur in den unterschiedlichen Sportdisziplinen aufeinander, sondern auch in ihrer Gefühlswelt.

Für die deutschen Schauspieler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren war das Erarbeiten des Stückes eine Herausforderung. Zusammen mit ihrer Regisseurin erkundeten sie in Selbstversuchen ihre eigenen Körpersprache um sich so in das Pantomimenspiel einzufühlen. "Mit Worten kann man eher etwas sagen als mit Gesten" , sagt Schauspielerin Kirstin Quartier.

Dank vieler gemeinsamer Proben, die sowohl in Lörrach als auch in Nancy stattfanden, fügten sich die Schauspieler schnell zu einer homogenen Theatergruppe zusammen. "Durch die Arbeit haben sich richtige Freundschaften entwickelt" , berichtet Annette Honold.

Nun steht die Premiere der deutsch-französischen Koproduktion vor der Tür. Von Lampenfieber ist bei den jungen Schauspielern noch nichts zu spüren, "aber das kommt noch" , versichert Magdalena Vaith.

Kornelia Schiller


"Die Oberbadische" vom 15. September 2006

„Paris 1900" – Pleiten einer Olympiade

Deutsch-französisches Theaterprojekt zum Nellie-Nashorn Jubiläum

Von Peter Ade

Lörrach. Ein deutsch-französisches Theaterprojekt bildet den Abschluss der Festivitäten zum 20-jährigen Bestehen des Kulturzentrums Nellie Nashorn. 13 Jugendliche aus Lörrach und Nancy führen am Sonntag, 24. September, das Stück „Paris 1900" auf.

Mit humorvollen Szenen erinnern die Jugendtheatergruppe „Les Hippopotames" und das „Junge Theater Nellie Nashorn" in einer Koproduktion an mancherlei Pleiten, Pech und Pannen der Olympischen Spiele im Paris des 19. Jahrhunderts. Turbulenzen sind inbegriffen; etwa beim Wettangeln oder in der zarten Liebe zwischen dem deutschen und dem französischen Mannschaftskapitän.

Seit März dieses Jahres wurde das Stück sowohl in Lörrach als auch in Nancy gemeinsam erarbeitet (wir berichteten). Die Regie übernahmen Leo Turon, Helene Merlin und Birgit Vaith vom Nellie Nashorn.

„Geboren" wurde die Idee des gemeinsamen Theaterprojekts bei den Internationalen Theatertagen 2005 in Lörrach. „Die Jugendlichen waren sofort Feuer und Flamme", erinnert sich Birgit Vaith. „Sie haben sich in kürzester Zeit völlig unverkrampft als Team gefunden und äußerst diszipliniert gearbeitet."

Dabei war der Einsatz sehr anstrengend. Körpersprache war und ist in erster Linie gefragt, weniger die schauspielerische Einzelleistung. Skurrile, eigenwillige Typen bestimmen die Szenen. Pantomime dominiert und damit gibt's jede Menge nonverbale Konversation. „Da muss schon auch das Publikum einiges an Einfühlungsvermögen und Verständnis für Körpersprache mitbringen", meint Birgit Vaith.

Die sieben Lörracher „Olympioniken" des „Paris 1900" werden dargestellt von den Gymnasiasten Kirstin Quartier, Lukas Löffler, Mathilde Leibfried, Maren Hätty, Philipp Honold, Anette Honold und Magdalena Vaith. Zumindest die Lörracher

Darsteller im Alter von 15 bis 18 Jahren äußerten sich gestern in einem Pressegespräch begeistert über das nicht alltägliche Theaterprojekt. „Die Franzosen waren sofort unsere Freunde, und wir sind in ständigem Kontakt", freut sich Kirstin Quartier. „Wir können uns vorstellen, weiterhin gemeinsam zu arbeiten", ergänzt Mathilde Leibfried.

Bis jetzt sind drei Aufführungen des 45-minütigen Stücks geplant: an den Sonntagen 24. September und 1. Oktober (jeweils 17 Uhr im Jubiläumszelt beim Nellie Nashorn an der Tumringer Straße) sowie am Donnerstag, 19. Oktober, 11 Uhr, als Schulvorstellung in der Stadtkirche.

Auf Frankreich-Tournee mit Aufführungen in Nancy geht's vom 2. bis 5. November.


Badische Zeitung vom Freitag, 2. Juni 2006

Ein Theaterprojekt um Olympia 1900 in Paris

Erste Theaterprobe der Jugendtheatergruppen “Junges Theater Nellie Nashorn” und “Les Hippopotames” in Frankreich

LÖRRACH (BZ). Seit März diesen Jahres treffen sich regelmäßig acht Mitglieder des “Jungen Theater Nellie Nashorn” und fünf Jugendliche der Jugendtheatergruppe “Les Hippopotames” aus Frankreich um für ihr gemeinsames Theaterstück zu proben (wir berichteten). Treffpunkt war bisher immer das Nellie Nashorn in Lörrach. In der vergangenen Woche war nun die deutsche Gruppe erstmals in Frankreich zu Gast.

Ort des Treffens war das Dorf Forcelles St. Gorgon in der Nähe von Nancy, wo im dortigen Festsaal von morgens bis abends mit viel Spielfreude geprobt wurde. Kirstin Quartier und Maren Hätty, zwei der Teilnehmerinnen aus Lörrach, haben folgenden Bericht verfasst:

Das Theaterstück spielt in Paris und handelt von den Olympischen Spielen 1900. Das Stück wurde von den Jugendlichen unter Anleitung der Regisseure Nicolas Turon, Helene Merlin und Birgit Vaith über Improvisationen erarbeitet.

In Kleingruppen werden Szenen erstellt, Personen entwickelt. So entstehen allmählich einzelne Handlungsstränge, die sich durch das ganze Stück ziehen. Die intensive und hochkonzentrierte Theaterarbeit spiegelt sich in den Fortschritten des Theaterstückes wieder. Kreative und humorvolle Theaterbilder werden in Szene gesetzt.

Den ganzen Tag verbringen die Jugendlichen gemeinsam und selbst in den Pausen gönnen sie sich keine Ruhe, da werden Spiele aus der Theaterwelt gespielt, bis auch der Letzte außer Atem ist. Man kann den Spaß, mit dem alle bei der Sache sind förmlich spüren und schon seit den ersten Minuten waren es die Sympathien und die gemeinsame Leidenschaft zum Theater, die alle verbanden und diese besondere Atmosphäre und Bedingungen schafften.

Die Jugendlichen lernen nebenbei auch die andere Sprache besser kennen was ihnen wiederum im schulischen Alltag zu Gute kommt. Redensarten werden ausgetauscht, und Lieder beigebracht. Dabei gibt es eine Menge zu lachen.

Gute Freundschaften haben sich entwickelt. “Man hat das Gefühl sich schon ewig zu kennen” , so einer der Teilnehmer.

Übernachtet haben die Deutschen in einem typisch französisch umgebauten Bauernhof, einige Dörfer weiter. Alle waren von der französischen Gastfreundschaft begeistert und fühlten sich “vachement” wohl.
Der Heimfahrt sahen dann alle mit gemischten Gefühlen entgegen. “Es ist komisch nach Hause zu fahren und wieder in den Alltag einzutauchen, denn die Probeneinheiten waren sehr intensiv und man fühlte sich wie in einer anderen Welt” .
Das nächste Treffen findet Ende Juni in Lörrach statt.

Bis zur Premiere Ende September werden die jungen Schauspieler die Pleiten, Pech und Pannen der Olympischen Spiele 1900 in weitere humorvolle Theaterszenen umsetzen.

 

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Fotogalerie

Aufführung am 1. Oktober 2006 im Nellie-Nashorn Lörrach

 

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Fotos: Thomas Quartier

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Darsteller
 
Maren Hätty Anette Honold
Philip Honold Mathilde Leibfried
Lukas Löffler  
Charlotte Millet Kirstin Quartier
Laurie Reslinger Loïc Solfato
Melanie Strupp Elsa Truscello
Magdalena Vaith  
   

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu