NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2007


Des Kaisers neue Kleider

Regie: Birgit Vaith

 

 
 
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Zum Stück

In dieser Version des altbekannten Märchens von Andersen wird so einiges auf den Kopf gestellt. Der Kaiser ist ein verspielter Playboy und seine Gattin die Kaiserin interessiert sich nur für die Staatsgeschäfte. Sie hat so gar kein Verständnis für die Modesucht ihres Mannes!

Geltungssucht, Moderummel, Übertreibung der Werbung und journalistische Auswüchse werden in dieser Inszenierung gewaltig auf die Schippe genommen.

 

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Zur Gruppe

Das "junge theater nellie nashorn" ist die jüngste Theatergruppe des Nellie Nashorn.
Zehn Mädchen und ein Junge im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren spielen nunmehr ihr viertes Theaterstück.
Ellies Biest, Peter Pan und Momo wurde von der Gruppe mit viel Spielfreude und Temperament in Szene gesetzt.

 

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Presse

Die Oberbadische vom 26. Juni 2007

„Der hat ja gar nichts an!“

„Des Kaisers neue Kleider“ / Premiere mit dem Kindertheater Nellie Nashorn

Lörrach (uk). Mit orientalischen Klängen und Händlergeschrei wie auf einem fernöstlichen Bazar startete am Sonntag die Premiere „Des Kaisers neue Kleider“ einer Kindertheatergruppe des Nellie Nashorn.

Auf dem Bühnenboden liegen unzählige Kleidungsstücke - eine Sprecherin erklärt: „Es war einmal ein Kaiser, der liebte Kleider über alles.“ Dann tritt er auf, der Kaiser, gespielt von Silke Quartier, entzückt von der neuen Frühjahrsmode. Die Kaiserin (Sharon Leitner) hat dafür kein Verständnis. „Muss das sein?“, so ihr abwertender Kommentar - Szenen einer kaiserlichen Ehe. Sie verdient
das Geld mit anstrengenden Regierungsgeschäften, und er gibt es an Wühltischen wieder aus. Doch seine Gier nach immer ausgefalleneren Kostümen ist unersättlich. Seine Modedesigner stehen unter großem Druck. Der Kaiser will neue Mode und ist nicht mehr zufrieden zu stellen. Das ruft schließlich zwei Gauner auf den Plan, die selbsternannten „Maitre de la mode“, (Judith Werner und Helen Schneider), die dem Kaiser ein Zauberkostüm offerieren, das nur kluge Menschen sehen können. Der Kaiser ist angetan von der Idee. Schließlich kann er jetzt auf Anhieb dumme und kluge Menschen unterscheiden. Jetzt erst erkennt er sich als wahren Kaiser. Doch es wird teuer. Zauberei ist schließlich nicht ganz billig, so die Modekünstler aus Paris. Zum Staatsempfang sollen die Zauberkleider fertig sein. Bei der Anprobe beginnt der Kaiser, an sich selbst zu zweifeln, weil er nichts sieht. „Bin ich wirklich dumm?“, fragt er sich. Die Menge am Straßenrand wartet ungeduldig auf ihren Kaiser. „Der hat nichts zu lachen bei seiner Frau“, meint ein Zaungast. Andere sind weniger gut auf ihn zu sprechen. Endlich kommt er: Selbstbewusst trägt er sein neues Kostüm. Aber dann ruft eine Kinderstimme aus dem Volk: „Mama, der Mann hat ja gar nichts an. Der läuft in seinen Unterhosen rum!“ Der Kaiser ist gar nicht mehr entzückt. Beschämt nimmt er die Tatsachen wahr.

Theaterpädagogin Birgit Vaith inszenierte einen Klassiker - modern und mit liebevollem Blick für Details (wie den Porzellanhund, gespielt von Kirstin Quartier), mit einem engagierten Ensemble, in dem die Hälfte der Spielerinnen neu hinzukam. Eine gelungene Premiere, die viel Spaß bereitete.


BZ vom 22.06.2007

Mit Theaterenergie geladen

Am Sonntag hat das Junge Theater Nellie Nashorn mit "Des Kaiser neue Kleider" Premiere

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda

LÖRRACH. Die Hetze nach immer neuen Designern und brandaktuellen Modetrends nimmt die neue Inszenierung der jüngsten Gruppe des Jungen Theater Nellie Nashorn (JTNN), gehörig auf die Schippe. Was heute in ist, ist morgen schon längst Schnee von gestern. Diese Erfahrung muss auch der Kaiser in dem Märchen "Des Kaisers neue Kleider" von Hans Christian Andersen machen, das die elf Mädchen und ein Junge - in einer modernen Version - spielen.

Nach Momo, dem bisher letzten Stück des Ensembles, hat es einen Wechsel gegeben: Die Hälfte der Spielerinnen sind neu. Fünf von ihnen haben mit "Des Kaisers neue Kleider" Bühnenpremiere. Die Gruppe sei sehr tolerant gewesen, berichtet Theaterpädagogin Birgit Vaith, denn die Neuen seien teilweise um einiges jünger. Das Alter bewegt sich zwischen neun und 14 Jahren.

Außerdem hat Birgit Vaith die Aufwärmspiele und Improvisationen so konzipiert, dass sie auch beim zehnten Mal noch spannend sind. "Die Älteren ziehen die Neuen im Spiel mit" , weiß die Theaterpädagogin. "Am Anfang habe ich eine deutliche Diskrepanz gesehen, und bis zum Schluss weiß ich nicht, wie sie das Handwerkszeug, das ich ihnen gegeben habe, beim Spiel vor Publikum nutzen."

Um den Einstieg zu erleichtern und hauptsächlich über das Spielen hinzukriegen, hat die Leiterin dieses Mal ein Stück ausgewählt, das weniger textlastig ist. Das sei gar nicht so einfach zu vermitteln, erzählt sie. "Die Anfänger definieren die Größe einer Rolle über die Textlänge. Ich musste ihnen erst erklären, dass man nicht Theater spielt, wenn man einen langen Text spricht."

Viel von dem Stück haben die erfahreneren Spielerinnen bei Improvisationen selbstständig entwickelt und ausgearbeitet. Schön sei auch, dass Mitglieder der älteren Gruppe des JTNN mithelfen.

Die Stimmung, wenn sie dabei sind, beschreibt Birgit Vaith als mit Theaterenergie geladen, die anders ist, als wenn die Jüngeren alleine proben. "Das ist die Frucht von acht Jahren Arbeit im Nellie" , freut sie sich.

In dem Stück ist wieder einiges verdreht, so wie man es vom Jungen Theater Nellie Nashorn schon kennt. Der Kaiser ist eher derjenige, der die alten Zeiten verkörpert. Er und sein ganzer Hofstaat leben in einer Art Traumwelt. Seine Frau ist dagegen eine ganz moderne Geschäftsfrau und hat mit dem ganzen Monarchie-Firlefanz nichts am Hut. Und dann gibt es noch die zwei Gauner, die sich dem Kaiser gegenüber unterwürfig geben, aber aufgrund seiner Schwäche einen bösen Schabernack mit ihm treiben.

 

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Fotogalerie

 

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Fotos: Thomas Quartier
 

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Personen und ihre Darsteller
 
Narr Cristella Langen
Kaiserin/Zeitungsverkäufer Sharon Leitner
Diener Frederik Nickel
Minister/Penner Sarah Pfleiderer
Penner/Händler Maike Reissner
Kaiser Silke Quartier
Gauner/Händler Helen Schneider
Kind/Model Miriam Schuster
Händlerin/ Mutter/Model Valerie Weiß
Gauner/Händler Judith Werner
Minister Rebecca Wiese
   
Regie Birgit Vaith
   
Plakat/Technik Lukas Löffler
   

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu