NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2008

Junges Theater Nellie Nashorn

AN DER ARCHE UM 8
Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zur Gruppe

Das Junge Theater Nellie Nashorn unter der Leitung von Birgit Vaith besteht seit 2003. Es entstand aus dem Kindertheater Nellie Nashorn, dem die jungen Schauspieler (15 -18 Jahre) mittlerweile entwachsen waren. Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich und an mehreren Wochenenden, um sich intensiv mit dem "Theaterspielen" auseinander zu setzen. Das Junge Theater Nellie Nashorn war mit seinen Theaterstücken beim "Internationalen Theatertreff" in Lörrach, bei den "Göppinger Theatertagen" und bei den "Theatertagen am See" in Friedrichshafen.

Im Jahr 2006 wurde mit der französischen Jugendtheatergruppe "Les Hippopotames" in einer Gemeinschaftsproduktion das Theaterstück "Paris 1900" inszeniert. Eine weitere Koproduktion "Die Grenze" hat im Mai 2008 Premiere.
 

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Zum Stück

An der Arche um acht – das ist die Verabredung, die die Taube mit zwei Pinguinen getroffen hat, denn sie gehören zu den Auserwählten, die auf die Arche dürfen. Das stellt die beiden vor ein großes Problem: sie können unmöglich ihren Freund, den dritten Pinguin, im Stich lassen. Doch dann kommen sie auf die rettende Idee.....

An der Arche um acht ist eine Komödie mit Tiefgang, ein Stück über Selbstbestimmung, Toleranz, Verantwortung und Mut.

 

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Presse

BZ vom 29.04.2008

In jedem steckt ein bisschen Gott

Das Junge Theater Nellie Nashorn spielt "An der Arche um acht" / Komödie um die Sintflut

LÖRRACH. "An der Arche um acht" ist der Titel der neuesten Eigenproduktion des Jungen Theaters Nellie Nashorn und gleichzeitig Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Denn "an der Arche um acht" sollen sich zwei Pinguine zur Rettung vor der drohenden Sintflut mit einer Taube treffen. Doch was geschieht mit ihrem Freund, dem dritten Pinguin? Sie können ihn unmöglich im Stich lassen. Zum Glück kommen sie auf die rettende Idee. . . Antwort auf diese und andere offene Fragen gab es am Samstag bei der Premiere der Komödie im Nellie Nashorn.

Eine Arche, die Sintflut und Tiere - sofort knüpft der Zuschauer da eine Verbindung zur Geschichte des Noah in der Bibel. Nicht zu unrecht, wie sich dann auch herausstellt. Dem Publikum wird schnell bewusst, dass Gott eine wichtige Rolle im Stück spielt. Anhand des Katastrophenszenarios Sintflut werden Freundschaften und göttliche Gesetze, Glaube und Nicht-Glaube behutsam unter die Lupe genommen. Dabei entstehen viele nachdenkliche Momente, die zu mancher Erkenntnis führen. "In jedem von uns steckt ein bisschen Gott", sagt einer der Pinguine als Fazit, "denn jeder hat eine Stimme in sich, die ihm sagt, was richtig oder falsch ist".

Eine Komödie mit Tiefgang wurde den Zuschauern angekündigt - absolut zu Recht. Die gesamte Inszenierung ist in sich stimmig. Die Schauspieler spielen mit viel Begeisterung, Leidenschaft und Talent. Man merkt, dass die fünf Hauptdarsteller Swenja Müller (Taube), Jonas Huth (Noah), Maren Hätty, Kirstin Quartier und Philip Honold (Pinguine) schon seit etlichen Jahren im Jungen Theater des Nellie Nashorn spielen und gut aufeinander abgestimmt sind. Gestik und Mimik der Spieler sind ausdrucksstark und trotzdem natürlich. Das Junge Theater unter der Leitung von Birgit Vaith besteht seit 2003. Bei der Umsetzung überzeugen auch kleine einfallsreiche Details. Konfetti auf der Bühne stellt zum Beispiel den Schnee, also die Umgebung der Pinguine dar. Die Musik und der Gesang der Akteure, unter anderem sogar ein Rap, tragen ebenfalls zur abwechslungsreichen Inszenierung der Komödie vom deutschen Theaterschriftsteller Ulrich Hub bei.

Auch das Publikum zog den Hut vor der guten Leistung des Ensembles, indem sie minutenlang applaudierten.


Die Oberbadische vom 29. April 2008

Hintergründig und humorvoll

Premiere: „An der Arche um acht“

Von Norman Riebesel

Lörrach. Premiere im Nellie Nashorn: Das „Junge Theater“ brachte am Wochenende sein Stück „An der Arche um acht“ unter der Regie von Birgit Vaith auf die Bühne. Zwei stark nach Fisch riechende Pinguine (Maren Hätty und Kirsten Quartier) werden von der Taube (Swenja Müller) informiert, dass Gott die Nase voll hat und die Erde fluten wird. Sie sollen sich am nächsten Tag um acht an der Arche einfinden. Der Haken: Bekanntermaßen kommt von jeder Tierart nur ein Paar auf die Arche Noah.

Die beiden Pinguine wollen aber ihren Freund (Philip Honold) unbedingt mit aufs Schiff nehmen. Also sperren sie ihn kurzerhand in einen Koffer und schmuggeln ihn an Bord. Das funktioniert auch, zumindest vorerst. Das Stück ist eine Komödie mit Tiefgang, ein Stück über Selbstbestimmung, Toleranz, Verantwortung und Mut. So steht es im Begleitheft. Den Tiefgang kann man in der Tat nicht absprechen. Ein Thema wird hier allerdings nicht erwähnt. Das ist die Auseinandersetzung mit Gott und Glauben. Der dritte Pinguin streitet die Gottesexistenz zunächst ab, erkennt Gott schließlich aber doch an und fürchtet ihn ob seiner schrecklichen Strafen. Deswegen hadert er aber auch mit dem Schöpfer und nennt ihn grausam und ungerecht. Provokativ: Das Stück erweckt phasenweise den Eindruck, als wolle es auch Persiflage auf den Gottesglauben sein, vor allem, als einer der Pinguine im Koffer der Taube weismacht, Gott zu sein. Schließlich wird die Frage nach der Existenz Gottes aber doch positiv beantwortet.

Besonders kinderfreundlich wird die Komödie durch die überaus heiteren Gesangs- und Tanzeinlagen, wodurch das Stück teilweise geradezu Musical-Charakter bekommt. Überhaupt ist der Humor kindgerecht, aber keineswegs banal. So hat die Arche eine feste Hausordnung, Glücksspiel ist verboten, ebenso wie der Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke. Die schauspielerische Leistung der Taube und der Pinguine war überzeugend. Bei den Kostümen ist es gelungen, mit einfachen Mitteln die gewünschte Illusion zu wecken. Gleiches gilt für die Requisite. So hat man es beispielsweise mit Konfetti schneien lassen. Fazit: Eine nicht ganz unbeschwerte, aber dennoch sehr gelungene Komödie für die ganze Familie. Doch wären für die Aufführung mehr Nachmittagstermine für Kinder sinnvoll gewesen.
 


BZ vom 25.04.2008

Hier muss auf den Punkt gespielt werden

Junges Theater Nellie Nashorn mit Ulrich Hubs "An der Arche um acht" / Premiere am Samstag

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda

LÖRRACH. Alle gemeinsam wollten sie jetzt ein Stück auf die Bühne bringen, in das sie die ganze Theatererfahrung, die sie über viele Jahre gesammelt haben, einbringen können. Ulrich Hubs "An der Arche um acht" ist so ein anspruchsvolles Stück, und die zweitälteste Gruppe des Jungen Theaters Nellie Nashorn hat damit am Samstag Premiere.

Als die Wahl darauf fiel, war auch klar, dass die Inszenierung dieser Verabredung eine Herausforderung werden würde. "Gut so“, dachten sich die fünf Spielerinnen und Spieler im Alter von 16 und 17 Jahren, "daran wachsen wir ja auch“. "Wir waren alle sofort begeistert“, schildert Theaterpädagogin Birgit Vaith die erste Reaktion auf das Stück, "und uns war genauso schnell klar, dass es auf die Gruppe total passt“. Wie üblich hat sich das wegen des Auslandsaufenthalts einiger Mitglieder zwischenzeitlich auf fünf Jugendliche geschrumpfte ursprüngliche Mammut-Ensemble über Improvisationen eine eigene Inszenierung einfallen lassen und erarbeitet.

Swenja Müller (Taube), Jonas Huth (Noah, Schmetterling) sowie Maren Hätty, Kirstin Quartier und Philip Honold (Pinguine) spielen alle schon über sechs Jahre in der Gruppe, was sich bei der Umsetzung dieses Stücks stark bemerkbar macht. Es ist nämlich sehr anspruchsvoll, was das Zusammenspiel und den Spielrhythmus angeht, und muss exakt auf den Punkt gespielt werden, sonst zerfällt es. Aus dem Zusammenspiel in einem deutsch-französischen Projekt haben die Fünf viel Körpersprache hineingenommen. Der Text hat viel Witz, Ironie, Humor, aber auch viel Nachdenkliches, was zusammen mit dem Körperspiel, der Musik und eingesetzten spielerischen Details wie rieselndem Schnee (Konfetti), Eiswürfeln oder Playmobilfigürchen eine wunderbare Mischung ergibt. So steckt für jeden Zuschauer was drin - für Erwachsene genauso wie für Jugendliche und Kinder, für die das Stück eigentlich gedacht ist. "Wir haben es nicht als Kinderstück inszeniert“, sagt Birgit Vaith.

In "An der Arche um acht" wird anhand des konkreten Katastrophenfalls der Sintflut humorvoll über Freundschaft, göttliches Gesetz und menschliche Nächstenliebe, über Glauben und Nicht-Glauben nachgedacht.

Premiere der Komödie mit Tiefgang, die sich für Menschen ab sechs Jahren eignet, ist morgen, Samstag, um 20 Uhr im Nellie Nashorn. Am Sonntag, 27. April, gibt es um 15 Uhr eine Familienvorstellung, am 28. April wird nochmals um 20 Uhr gespielt. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen des Nellie Nashorn.


Die Oberbadische vom 23. April 2008

Schmunzeln und nachdenken

Nellie-Jugendtheater: „An der Arche um Acht“ feiert am Samstag Premiere

Von Claudia Bötsch

Lörrach. „An der Arche um Acht“ - das ist die Verabredung, die die Taube mit zwei Pinguinen getroffen hat. Aber was geschieht mit ihrem Freund, dem dritten Pinguin? Antwort bekommen alle neugierigen Theaterfans am Samstag, 26. April. Dann feiert das Jugendtheater Nellie Nashorn Premiere seines neuen Stücks.

 „Hemmungen vorm Auftritt habe ich keine, Angst ja. Aber das gehört dazu", meint Jonas Huth. Seit einem halben Jahr probt das Jugendtheater Ulrich Hubs „An der Arche um Acht“ unter der Leitung von Birgit Vaith. Sie ist für die vier Gruppen des Jungen Theaters Nellie Nashorn verantwortlich. Die Entscheidung, welches Drehbuch auf die Bühne gebracht wird, fällen Vaith und die jungen Schauspieler gemeinsam. Bei der Inszenierung ist Vaith, die das Stück bearbeitet hat, eines sehr wichtig: „Wir machen Theater für alle, nicht nur für Kinder. Jeder, ob Kind oder Erwachsener, soll etwas für sich aus der Vorstellung ziehen können.“ Das Stück, mit reichlich Wortwitz und Humor gespickt, erzählt von Freundschaft und gegenseitiger Loyalität. „An der Arche um Acht“ ist eine Komödie mit Tiefgang, eine Geschichte über Selbstbestimmung, Toleranz, Verantwortung und Mut. „Ein Stück zum Schmunzeln und Nachdenken,“ ergänzt Vaith. Bei ihrer Inszenierung verzichtet sie bewusst auf ein aufwändiges Bühnenbild. „Das Spiel und die Figuren sind in diesem Stück am wichtigsten.“ Vaith ist bewusst, dass sie ihren Schauspielern damit einiges abverlangt: „Das Stück ist anspruchsvoll und fordert ein sehr körperbetontes Spiel. Außerdem ist es für die Jugendlichen wichtig, dass sie exakt zusammenspielen.“ Die Regisseurin baut auf die jahrelange Erfahrung der jungen Schauspieler: „Die Fünf arbeiten seit über sechs Jahren zusammen und sind im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander eingespielt“, sagt Vaith. 3

Die Premiere findet am Samstag, 26. April, 20 Uhr, im Nellie Nashorn statt. Weitere Vorstellungen sind für Sonntag, 27. April, 15 Uhr, und Montag, 28. April, 20 Uhr angesetzt. Kartenvorverkauf und Bestellungen sind möglich: im Nellie Nashorn (Dienstag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr), in den Geschäftsstellen der Oberbadischen und des ADAC in Lörrach oder unter www.nellie-nashorn.de  ; www.vvk.reservix.de

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Fotogalerie

 

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Fotos: Thomas Quartier  

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Es spielen:
 
Maren Hätty Philip Honold
Jonas Huth Swenja Müller
Kirstin Quartier  
   
Regie Birgit Vaith
   
Licht & Tontechnik Magdalena Vaith
Plakat und Programm Lukas Löffler
   

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu