NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2009

junges theater nellie nashorn

Der kleine Wassermann
Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

Im trüben Wasser des Mühlenweihers herrscht helle Aufregung, seit es im Hause Wassermann Nachwuchs gegeben hat: ein kleiner Bursche mit grünen Haaren und Schwimmhäuten zwischen den Fingern.
Leider werden auch kleine Wassermänner schneller flügge, als es den Eltern lieb ist. Kaum hat er seine ersten Schwimmzüge getan, regt sich in dem Jungen die Neugier. Außerhalb des behüteten Zuhauses gibt es viel zu entdecken. Den besorgten Eltern bleibt nichts anderes übrig, als den Sohn ziehen zu lassen. Auf seinen Ausflügen in die hintersten Winkel des Mühlenweihers erlebt der kleine Wassermann ein Abenteuer nach dem anderen. Er kämpft mit den Schlingpflanzen, schließt Freundschaft mit dem Karpfen Cyprinus, begegnet dem unheimlichen Neunauge, führt mit List den Angler an der Nase herum und trifft sich heimlich mit den Menschenkindern.

 

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Presse

 
Die Oberbadische vom 22.06.2009

Ein quietschfideles Wasserkind

Junges Theater Nellie Nashorn zeigt "Der kleine Wassermann" von Otfried Preußler

Von Veronika Zettler

Lörrach. Mit grünen Haaren und roter Zipfelmütze er schwimmt sich der „kleine Wassermann“ seit über 50 Jahren die Zuneigung seiner kindlichen Leser. Jetzt zeigt die jüngste Gruppe des „Jungen Theaters Nellie Nashorn“ den Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler als Bühnenstück. Vor zahlreichen Eltern, Großeltern und Geschwistern feierte „Der kleine Wassermann“ am Samstag Premiere. Regisseurin Birgit Vaith und ihre Schützlinge haben sich Einiges einfallen lassen, um die Nellie-Bühne in den berühmten Mühlenweiher zu verwandeln.

Allerlei Getier tummelt sich in den Tiefen dieses Sees: Schnecken, Würmer, Muscheln und unzählige Sorten von Fischen. Gerade aber sorgt ein neuer Bewohner für Aufregung: der erst kürzlich zur Welt gekommene Nachwuchs der Familie Wassermann.

Nicht nur die jungen Forellendamen ergötzen sich an dessen grünen Haaren und den hübschen Schwimmhäuten zwischen seinen Fingern, auch die anderen Teichbewohner gratulieren den Wassermanns zu ihrem überaus wohlgeratenen Kind. Kaum aber hat der kleine Wassermann die ersten zaghaften Schwimmzüge getan, treibt ihn unbändige Neugierde hinaus.

Auch die Besorgnis der Eltern kann das quietsch fidele Wasserkind, das am liebsten Kröten-Eier mit gesalzenen Wasserflöhen isst, nicht stoppen. Und so kommt es, wie es kommen muss: der kleine Wassermann startet seine Entdeckungszüge zu Wasser und zu Lande und erlebt dabei so manches Abenteuer.

Natürlich geht die eine oder andere brenzlige Situation durch Mark und Schuppen. Vor allem die Begegnung mit dem unheimlichen Neunauge, das den kleinen Wassermann sogar in seinen Träumen verfolgt.

Der Musiker Michael Schwiening begleitet das Stück an Gitarre, Mundharmonika und „singenden Gläsern“ - und setzt entsprechend spannende Akzente. Besonders aber die 16 jungen Schauspielerinnen und Schauspieler begeistern mit beeindruckender Ausdrucksfähigkeit, Witz und enormer Spielfreude.

Wie gut, dass der kleine Wassermann in dem Karpfen Cyprinus und schließlich sogar in einigen Menschen gute Freunde gefunden hat. Ob er allerdings dem gefährlichen Neunauge entgehen kann und seine Geschichte ein gutes Ende nimmt?

Den Ausgang der Geschichte können interessierte Kinder (und Erwachsene) bei den nächsten Vorstellungen erfahren: am Dienstag, 23. Juni, um 16 Uhr im Weidenpalast im Grütt, am 29. und 30. Juni um 15 Uhr sowie am 12. Juli um 17 Uhr im Nellie Nashorn, außerdem am 26. Juli bei Holzrock in Schopfheim.

 

BZ vom 23.06.2009

Auf der Bühne unter Wasser

Junges Theater Lörrach: Premiere des "Kleinen Wassermanns" / Spiel in die Herzen des Publikums


Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda

LÖRRACH. Das gibt’s nur selten am Theater: Am Ende der Premiere vom "Kleinen Wassermann" mit dem Jungen Theater Nellie Nashorn (JTNN) am Samstag riefen und klatschten sich die begeisterten Zuschauer eine Zugabe herbei. Das gesamte Ensemble tanzte noch einmal in einer fröhlichen Polonaise über die Bühne.

Zuvor hatte sich die jüngste Gruppe JTNN Ottfried Preusslers Kinderbuchklassiker zu Eigen gemacht, hatte ihn in die heutige Zeit transportiert und unter Regie von Birgit Vaith mit viel Hingabe und genauso viel Freude auf die Bühne des soziokulturellen Zentrums gezaubert. Der wunderbarste kleine Wassermann, den der Mühlenweiher je erlebt hat, spielte sich im Handumdrehen in die Herzen der Zuschauer — samt seiner Familie und der ihn umgebenden Flora und Fauna. Das fing an bei den beiden unzertrennlichen, herrlich affektierten Forellendamen und den beiden als Reporter immer nah am Geschehen berichtenden Würmern, erstreckte sich über den freundlichen, doch etwas tollpatschigen Karpfen Cyprinus und eine quirlige Seesternfamilie bis hin zum Neunauge, dem der Protagonist im Nixenwald nur knapp entkommt, von dem er in der folgenden Nacht aber schwer albträumt.

Die Neugier des sympathischen Gesellen, dem das Ensemble einen etwas großspurig daherkommenden Bruder an die Seite geschrieben hat, der hin und wieder auch die Erziehungsmethoden seiner Eltern kommentierte, kannte keine Grenzen. Und so erwarteten ihn einige Abenteuer. Zum Beispiel traute er sich trotz der elterlichen Warnungen bald ans Ufer, um sich dort mit Menschenkindern anzufreunden. Sie zeigen ihm ihre Welt, etwa den "Blitz aus der Schachtel" (Streichhölzer), der zu seiner Enttäuschung hinterher unter Wasser nicht mehr funktionierte. Er erzählte ihnen dagegen vom Leben unter Wasser und seinen Lieblingsspeisen wie Kröteneiern mit eingesalzenen Wasserflöhen.

Andrina Abraham, Lilli Langner, Luca Manfredi, Jovana Meyer, Paul Nickel, Lukas Niss, Patrick Pasch, Sidney Reiss, Lisa Schaller, Lydia Schönbett, Isabelle Spöri, Felix Weisheitinger, Matthäus Windhausen, Leon Ziegler und Niklas Zollinger spielten selbstbewusst, überzeugend und frisch von der Leber weg — so, als ob sie schon immer auf der Bühne gestanden hätten.

Sie hatten auch einige Choreographien in die Inszenierung einfließen lassen. Liebevoll gestaltete Kostüme (Madlen Honold), passende Requisiten, in Grüntönen gehaltene Beleuchtung (Magdalena Vaith) sowie die stimmungsvolle Musik von Michael auf Gitarre und Wasserglas-Orgel machten aus der Bühne eine zauberhafte Unterwasserlandschaft.

 

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Fotogalerie

 

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Fotos: Thomas Quartier

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Es spielen:
 
Andrina Abraham Lilli Langner
Tobias Leibfried Luca Manfredi
Jovana Meyer Paul Nickel
Lukas Niss Patrick Pasch
Sidney Reiss Lisa Schaller
Lydia Schönbett Isabelle Spöri
Felix Weisheitinger Matthäus Windhausen
Leon Ziegler Niklas Zollinger
   
Regie Birgit Vaith
   
Musik Michael Schwiening
   
Licht & Tontechnik  Magdalena Vaith
Kostüme Madlen Honold
Plakat / Programm Petra Jeroma / Lukas Löffler
Foto / Video Thomas Quartier

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Wir danken: Scala Kostümverleih und dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg

 

Impressum

webmaster@junges-theater.eu