NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2010

Junges Theater Nellie Nashorn

Die 7 Raben

Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

Lena wächst alleine bei ihren Eltern auf. Doch eines Tages erfährt sie, dass sie 7 Brüder hat, die durch einen Fluch des Vaters in Raben verwandelt wurden. Lena beschließt die Brüder zu retten. Mit Hilfe von Sonne, Mond und Sterne findet sie schließlich den gläsernen Berg, in dem die Raben Unterschlupf gefunden haben.

Für Menschen ab 4 – 104 Jahren


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Presse

BZ vom 13.07.2010

Grimmsches Märchen zauberhaft in Szene gesetzt

Junges Theater Nellie Nashorn hat Premiere mit dem Märchenspiel "Die sieben Raben" / Viel Beifall für Ensemble und Regisseurin

LÖRRACH (rud). "Ich wünschte, sie würden alle zu Raben" , ruft der Vater aus Verärgerung über seine sieben Buben, die das Taufwasser für ihr neu geborenes Schwesterlein nicht schnell genug herbeibringen. Im Märchen muss man freilich vorsichtig damit sein, so etwas zu sagen, denn ehe man sich’s versieht wird da der Wunsch, den man gerade frei hat, zu einer Verwünschung. Wie im Falle des Vaters im Grimmschen Märchen "Die sieben Raben" , mit dem das Junge Theater Nellie Nashorn am Samstag Premiere feierte. Die sieben Brüder wurden hernach jedenfalls nicht mehr gesehen.


Das junge Ensemble führte die kleinen und großen Zuschauer unter Leitung von Birgit Vaith mitten hinein in ein Volksfest. Auch Lena — so hieß die eben erwähnte Schwester, die alleine bei ihren Eltern aufwächst — mischte sich in den kunterbunten Wirbel von Gestalten. Von einer Wahrsagerin erfuhr sie, dass sie angeblich sieben Brüder hat. Nachdem die Eltern ihr die Geschichte erzählt hatten, die das Junge Theater als Rückblende auf die Bühne brachte, zog das Mädchen in die Welt, um die Brüder zu retten.

Auf ihrer Reise begegnete sie der Sonne, die ihr aber nicht sagen wollte, wo sich die sieben Raben befinden. Auch der menschenfressende Mond war keine Hilfe. Erst die Sterne verrieten ihr nicht bloß, dass sie gerne feiern und tanzen, sondern auch, dass die Rabenbrüder im gläsernen Berg leben und gaben ihr den Schlüssel dazu.

Dass Lena bei den Gestirnen Hilfe holen soll, hatten ihr zuvor drei weise Frauen verraten: "Frag die, die die Erde von oben unaufhörlich beobachten" , sagten sie, während sie damit beschäftigt waren, den verhedderten Schicksalsfaden auseinander pflücken. Viel Zeit würde das Mädchen nicht haben, erfuhr das Publikum. Denn wenn der Faden aufgewickelt sein würde, könne nichts mehr die Brüder retten.

In "Die sieben Raben" gibt es wie in vielen Märchen keine klare Trennung zwischen der realen und der magischen Welt, in der kleine Kinder noch zu Hause sind. Adrina Abraham, Isabell Brunner, Lilli Langner, Luca Manfredi, Jovana Meyer, Paul Nickel, Lukas Niss, Patrick Pasch, Sidney Reiss, Lisa Schaller, Lydia Schönbett, Felix Weisheitinger, Matthäus Windhausen, Leon Ziegler und Niklas Zollinger setzten sich denn auch bei ihrem Märchenspiel so fantasievoll wie zauberhaft in Szene. Erstaunlich, weil sehr selten, dass diese Gruppe des Jungen Theaters Nellie Nashorn einen Jungen-Überschuss hat.

Das I-Tüpfelchen auf eine rundum gelungenen Aufführung setzte der gemeinsame Gesang des Lieds "Halleluja" von Leonard Cohen mit Gitarrenbegleitung. Deshalb gab’s nach dem glücklichen Ende der Geschichte verdientermaßen jede Menge Beifall und Jubel für das Ensemble, und für Regisseurin Birgit Vaith zur Feier der Premiere noch einen Blumenstrauß obendrauf.

 


Die Oberbadische vom 12.7.10

Liebe unter Geschwistern

Das Junge Theater Nellie Nashorn spielt „Die 7 Raben“

Lörrach (bea). Mit den „Sieben Raben“ hat das Junge Theater Nellie Nashorn unter der Leitung von Birgit Vaith ein bekanntes Märchen auf erfrischende Art auf die Bühne gebracht, auch wenn die Vorlage weitgehend klassisch interpretiert wird.

Die sieben lebhaften Jungs, später Raben, jeder von ihnen mit seinem eigenen Charakter und Eigenschaften ausgestattet, frech und temperamentvoll, sind keine Kinder von heute. Karierte Hemden, die Mutter im Dirndl: die traditionellen Elemente überwiegen.

Ganz zu Beginn wird mit der tollen szenischen Idee eines unter lauter Drehorgelmusik kreisenden Karussells eine Märchenwelt wie aus dem Bilderbuch auf der Bühne entworfen. Anbieter von Attraktionen, von Süßigkeiten, Papierblumen und Kraftmesserei kreiseln immer wieder an den dicht an dicht sitzenden Zuschauern im Theatersaal des Nellie vorbei, mit lautstarken Rufen versucht jeder, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Dann steht plötzlich die Hauptfigur - Lena, die jüngste Schwester der Sieben - auf der Bühne: Ein unternehmungslustiges Mädchen mit Trägerrock und zwei dicken Zöpfen, die nach und nach dem schrecklichen Schicksal ihrer Brüder auf die Spur kommt und sich entschließt, sie zu befreien. Lenas Darstellerin bringt genau die Mischung aus Schüchternheit und Entschlossenheit ins Spiel, welche die Hauptfigur durch das Stück führt. Nicht eine Sekunde zweifelt sie an ihrer Mission und scheut keine Gefahr, um den ihren Aufgaben gerecht zu werden.

Bei Sonne, Mond und Sternen begehrt sie Zutritt. Faszinierend ist auch die Hellseherin, die Lena mit ihrer Kugel Einblick in die Vergangenheit gewährt. Mit ihren zwei Gefährtinnen, die das Schicksal spinnen, verkörpert sie das Unabwendbare, das Märchen ja immer mit sich bringen. Ihr Blick ins Nichts verstärkt die Aura von Geheimnis und zauberischer Macht. Währenddessen vergeht Jahr um Jahr für die verzauberten Brüder im Gläsernen Berg. Mit Diebstahl und Raufereien vertreiben sie sich die Zeit, einzig der griesgrämige aber doch im tiefsten Inneren gutherzige Zwerg Pellegrin leistet ihnen Gesellschaft - mit seinem ausdrucksvollen Spiel ebenfalls eine der tragenden Figuren des Stücks.

Nach einer guten Stunde routinierten und flotten Spiels des sichtbar eingespielten Jungen Theaters entwirrt sich der Faden, es kommt zum erwarteten Happy End: Die Raben werden befreit, Brüder, Schwester und Zwerg liegen sich in den Armen. Das Publikum spendet den verdienten Applaus, dann geht es hinaus zur Premierenfeier.

 


Die Oberbadische vom 10.7.10

Märchen zum Saisonabschluss

Junges Theater Nellie Nashorn: Premiere mit „Die 7 Raben“

Lörrach. Die Spielsaison des Jungen Theaters Nellie Nashorn (JTNN) geht mit der Premiere der jüngsten Gruppe und dem Theaterstück „Die 7 Raben“ erfolgreich zu Ende. In der vergangenen Saison probten und spielten insgesamt 75 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 20 Jahren unter der Regie von Birgit Vaith im Nellie Nashorn.

Insgesamt zeigten die fünf Gruppen in 41 Aufführungen ihre Inszenierungen und bewiesen damit, welche Qualität das Schauspiel mittlerweile durch die kontinuierliche Theaterarbeit erreicht hat.

Die Gruppen haben wenig Fluktuation, wodurch sich für jeden Spieler optimale Bedingungen ergeben, seine Persönlichkeit in vertrauensvoller Umgebung zu entwickeln. Auf diesen theaterpädagogischen Ansatz legt die Regisseurin besonderen Wert.

Theater als kulturelle Bildung einerseits und als Kunstform andererseits: Beide Aspekte werden in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen umgesetzt.


Aber nicht nur im eigenen Haus wird gespielt. Das junge Theater Nellie Nashorn gastierte über acht Mal vor Schulklassen und Kindergärten, führte sieben Mal im Ausland auf und war auf drei Theaterfestivals eingeladen. Eine große und intensive Probeneinheit beanspruchten die beiden neuen deutsch-französischen Koproduktionen. Rund 40 Tage probten die Spieler und ihre beiden Regisseure in den Ferien und an langen Wochenenden.

Einzelne Produktionen, wie zum Beispiel „Der gelbe Vogel“, verzeichneten einen großen Erfolg und Nachfrage, so dass sie länger als eine Saison gehalten wurden und für Schulklassen und den Internationalen Theatertreff wieder aufgenommen wurden.

Kooperationen sind ein wichtiger Aspekt des Jungen Theaters Nellie Nashorn. Seit 2005 mit „Paris 1900“ die erste Koproduktion mit einer französischen. Jugendtheatergruppe (Les Hippopotames) entstand, ist diese Zusammenarbeit ein fester Bestandteil der Theaterarbeit geworden. Im Herbst dieses Jahres werden zwei neue Stücke („Büro des Humors“ und „Sturm aus heiterem Himmel“) der mittlerweile insgesamt vier Koproduktionen in Lörrach zu sehen sein.

Diese Fülle an theaterpädagogischer Arbeit erfordert einen enormen Einsatz der Spieler, aber vor allem der Regisseurin Birgit Vaith. Dieses große ehrenamtliche Engagement des Jungen Theaters wurde durch einen Preis vom Bürger-Engagement des Landkreises ausgezeichnet. Bevor nun Spieler und die Regisseurin in die wohlverdiente Sommerpause gehen zeigen die Jüngsten am Samstag, 10. Juli, und Sonntag, 11. Juli, jeweils um 15 Uhr, ihre Märcheninszenierung „Die 7 Raben“. Diese eigenwillige Inszenierung erzählt mit feinsinnigem Humor das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm

 

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Fotogalerie

Generalprobe am 9.7.10

 

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Fotos: Dr. Martin Schulte-Kellinghaus

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Es spielen:
 
Andrina Abraham Isabell Brunner
Lilli Langner Luca Manfredi
Jovana Meyer Paul Nickel,
Lukas Niss Patrick Pasch
Sidney Reiss Lisa Schaller
Lydia Schönbett Felix Weisheitinger
Matthäus Windhausen Leon Ziegler
Niklas Zollinger  
   
Regie Birgit Vaith
   
Musik/Lichttechnik Magdalena Vaith
Schneiderei Madlen Honold
Plakat/Programm Andrea Schaller
Kulisse Andreas Vaith
   

Wir danken für die freundliche Unterstützung dem Scala Kostümverleih, Autohaus Schultheiß - Toyota und dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg

 

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu