NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2011

Junges Theater Nellie Nashorn

Peter Pan

Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

PETER PAN erzählt die Geschichte von dem Jungen, der einst von zu Hause weggeflogen ist, weil er nicht erwachsen werden wollte. Jetzt lebt er auf der Insel Nimmerland , ein heimlicher Ort, an dem Kinder nie erwachsen werden. Er lebt dort mit den verlorenen Jungs und muss sich vor den Piraten und ihrem Anführer Käpt‘n Hook schützen, der sich an Peter Pan rächen will. Zusammen mit der Fee Tinker Bell, Peters eifersüchtiger Gefährtin, landet er eines Nachts bei dem Mädchen Wendy im Zimmer. Da Peter eine Mutter für die verlorenen Jungs sucht, entführt er Wendy nach Nimmerland. Hier warten seltsame Gesellen, unheimliche Situationen und ein großes Abenteuer auf sie.

Für Menschen ab 4 – 104 Jahren

Das Junge Theater Nellie Nashorn hat den Kinderbuchklassiker von James Barrie in ein witziges und poesievolles Theaterstück mit vielen überraschenden Einfällen umgesetzt.


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Presse

 
BZ vom 29.11.2011

Der mit seinem verlorenen Schatten tanzt


Foto: Barbara Ruda

Begeisterung für das neue Adventsstück "Peter Pan" des Jungen Theaters Nellie Nashorn bei der Premiere / Poetisches und spannendes Spiel ums Erwachsenwerden

Von unserer Mitarbeiterin Barbara Ruda

LÖRRACH. In seinem diesjährigen Adventsstück "Peter Pan" nimmt das Junge Theater Nellie Nashorn unter Regie von Birgit Vaith kleine und große Besucher mit auf eine ebenso packende wie poetische Reise ins Nimmerland. Für die Inszenierung des Klassikers von James M. Barries mit vielen überraschenden Einfällen gab's bei der Premiere am Sonntag lang anhaltenden, tosenden Beifall.

Alle Kinder werden einmal erwachsen, außer einem: Peter Pan (gespielt von Tobias Leibfried). Der will nämlich lieber ein kleiner Junge bleiben, Spaß haben, rumfliegen und Sterne kitzeln. Deshalb lebt er mit den "verlorenen Jungs" ganz ohne Eltern im Nimmerland, einem kindlichen Kosmos voller Feen, Nixen, wilder Indianer und anderer seltsamer Gesellen. Eines Abends, als er mit seiner eifersüchtigen Gefährtin Tinkerbell (Hannah Sieper) wieder Mal auf der Suche nach einer Mutter für sich und seine Jungs ist, landet er bei Wendy (Maren Potgeter) auf dem Fensterbrett und überredet sie, mit ihm zu kommen.

Gemeinsam erleben Peter, Wendy, Tiger Lilly (Jildou Elgersma) und die anderen (Paul Gayko, Joschua Seiler, Maryam Kuner, Lisa Strickstrock, Pia Löwe, Hanna Bretz, Eva Kickhöen) in Nimmerland viele Abenteuer, denn es gibt dort auch Gefahren: einen tickenden Hai und vor allem die Piraten (Oliver Debatin, Rebecca Wiese) mit ihrem furchtbaren Anführer Käpt'n Hook (Nicolas Troeger), den es zu besiegen gilt. Die verlorenen Jungen leben ohne Halt gebende Struktur.

Brauchen Kinder eine Mutter, und müssen sie überhaupt erzogen werden? Wie weit muss man sich der Erziehung stellen, und wie nimmt man sie an, wenn man sie einmal auf einer ganz anderen Ebene angeboten bekommt? Zum Beispiel so, wie "Mutter" Wendy den Jungs das Zähneputzen beibringt — eine Steilvorlage für das sagenhaft spielfreudige Junge Theater Nellie Nashorn, um eine ihrer herrlichen Choreographien zu zeigen und auszukosten.

Die Inszenierung "Peter Pan" ist ein Spiel um diese Fragen, die gerade auch die Spielerinnen und Spieler im Alter von 14 bis 16 Jahren selbst bewegen. Sie sind gerade im Umbruch vom Kind zum Erwachsenen. Kein Wunder, dass das Stück für Kinder ab vier Jahren ordentlich zur Sache geht, etwa wenn die Piraten gegen die Jungs kämpfen — einmal sogar in Zeitlupe. Es ist aber sehr lustvoll in Szene gesetzt, was dem jungen Ensemble immer am Herzen liegt. Wenn etwa Peter Pan mit seinem verloren gegangenen Schatten kämpft, der nicht mehr an ihm hält, macht das richtig Spaß. Vergnüglich für die Kleinsten im Publikum ist auch der glitzernde Feenstaub, der dem Geschehen zusätzliche Magie verleiht. Geheimnisvoll kommt dagegen die Unterwasserwelt daher, welche die Zuschauer schemenhaft hinter einem halbdurchsichtigen blauen Tuch wahrnehmen können. Die verlorenen Jungen müssen über Röhrchen Luft holen. In den entscheidenden Momenten wird das Stück bei aller Unterhaltsamkeit tiefsinnig.


Kindlicher Glaube an die Existenz von Feen


Erstaunlich mutet es an, dass die Mädchen im Stück Peter Pan, und zwar im Original, das vor hundert Jahren geschrieben wurde, wie selbstverständlich gescheiter sind als die Jungs. Der weibliche Publikumsteil findet das selbstverständlich erheiternd. Auch wenn Regisseurin Birgit Vaith die Kinder zu Beginn darum gebeten hat, während der Vorstellung still zu bleiben — "ihr seht ja alle das gleiche, nachher könnt ihr drüber reden" — einmal sollen sie dann doch etwas sagen. Nämlich als Fee Tinkerbell in Gefahr ist zu sterben. Dann braucht Peter Pan ihre Hilfe, denn nur wenn es Kinder gibt, die an Feen glauben, kann sie dem Tod entrinnen. "Glaubt ihr an Feen?" , fragt er ins Publikum. Während sich vorne ein paar Kinder zögernd zu einem "Ja" durchringen, ertönt von hinten ein zartes Stimmchen "aber natürlich."

Weitere Aufführungen: an den drei Adventssonntagen 4., 11. und 18. Dezember, jeweils um 15 Uhr, am Montag, 5. Dezember, vormittags (nach Absprache für Schulen und Kindergärten, Telefon 07621/166101), Sonntag, 5. Februar, 15 Uhr, im Nellie Nashorn

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Die Oberbadische vom 29.11.11

Nie erwachsen werden wollen

Ausverkaufte Premiere des Jungen Theater Nellie Nashorn mit „Peter Pan“

Von Ursula König

Lörrach. Ausverkauftes Haus im Nellie Nashorn: Die Geschichte von Peter Pan, der als Anführer eine Gruppe elternloser Kinder regiert, fasziniert Erwachsene und Kinder noch immer gleichermaßen und sorgte am Sonntag für volle Reihen bei der Premiere des Jungen Theater Nellie Nashorn.

Rund 100 Jahre ist es her, dass der Schriftsteller James Matthew Barrie den Jungen, der nie erwachsen werden wollte, zur Hauptfigur einer Serie von Geschichten kürte. Das erste Buch „Der kleine weiße Vogel“ war ursprünglich für Erwachsene geschrieben. Auf der Suche nach einem Bühnenstück für die Weihnachtszeit waren es die jugendlichen Schauspieler selbst, die die Geschichte inszenieren wollten, in der das Thema „Erwachsenwerden“ eine zentrale Rolle spielt. Die 14- bis 16-jährigen Darsteller der Gruppe befinden sich selbst in dieser Zeit des Aufbruchs und des Wandels, der die Vor- und Nachteile der Kindheit von denen des Erwachsenseins trennt.

So erklärte Regisseurin Birgit Vaith sinngemäß die Auswahl des Stücks, das viele Künstler zu Adaptionen anregte. Die Insel „Neverland“, auf der die verlorenen Kinder einen märchenhaften Ort finden, war beispielsweise Namensgeber der umstrittenen Ranch des verstorbenen Popstars Michael Jackson. Viele Ideen hat das Ensemble aus dem Klassiker aufgegriffen, ergänzt durch Texte der Regisseurin.

Der Zuschauer kann nur über die Art und Weise staunen, wie der Autor zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschreibt, wie Peter Pan (Tobias Leibfried) sich seine Gruppe zusammenstellt: Die verlorenen Jungs auf der Insel Nimmerland sind irgendwann einmal aus dem Kinderwagen gefallen und sieben Tage danach noch nicht von ihren Eltern abgeholt worden. Mädchen, so weiß der Autor, fallen nicht aus dem Kinderwagen. Trotz aller Freiheit und Abenteuer scheint auf der Insel etwas Wesentliches zu fehlen. Und so macht sich Peter auf, um einen Mutterersatz zu finden. Wendy Darling (Maren Potgeter) scheint hierfür genau die Richtige zu sein. Abenteuerlich geht es auf der Bühne zu mit den wilden Piraten (Hanna Bretz und Oliver Debatin) und ihrem rachedurstigen Käpt´n Hook (Nicolas Tröger), einem Indianer (Jildou Elgersma) und der eifersüchtigen und ständig hysterischen Fee Tinker Bells (Hannah Sieper).

Zwischendurch ein witziger Einfall des Ensembles an das jüngere Publikum gerichtet: „Glaubt Ihr denn an Feen?“ Zwischen all dem Gemurmel ist da ein klares und überzeugtes „Ja, natürlich!“ zu hören.

Die Fantasie- und Abenteuerwelt macht den Reiz des Stücks ebenso aus, wie die Frage, die sich daraus entwickelt, was denn schöner sei: Kindheit oder Erwachsensein. Mit großer schauspielerischer Leistung und viel Fantasie hat die Gruppe ein witziges, spannendes und nachdenkliches Stück auf die Bühne gebracht, das von seiner Thematik immer zeitlos bleiben wird.

Weitere Darsteller: Paul Gayko, Eva Kickhöfen, MaryamKuner, Pia Löwe, Joschua Seiler, Lisa Strickstrock und Rebecca Wiese 3 Aufführungen: 4. Dezember, 11. Dezember, 18. Dezember, 5. Februar, jeweils 15 Uhr; Montag, 5. Dezember, vormittags für Kindergärten und Schulen (nach Absprache)

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Fotogalerie

Generalprobe am 26.11.2011

 

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Fotos: Thomas Quartier

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Es spielen:
 
Hanna Bretz Oliver Debatin
Jildou Elgersma Paul Gayko
Eva Kickhöfen Maryam Kuner
Tobias Leibfried Pia Löwe
Maren Potgeter Joschua Seiler
Hanna Sieper Lisa Strickstock
Nicolas Troeger Rebecca Wiese
   
Regie Birgit Vaith
Lichttechnik Florian Porsche
Plakat/Programm Andrea Schaller
   

Wir danken für die freundliche Unterstützung dem Scala Kostümverleih, Autohaus Schultheiß - Toyota und dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg

 

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu