NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2011

Junges Theater Nellie Nashorn

Nur ein Tag

Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

Was, wenn man nur einen einzigen Tag hätte... Als Wildschwein und Fuchs der Eintagsfliege beim Schlüpfen zusehen, wissen sie schon, dass es besser wäre gleich abzuhauen. Was nämlichen, wenn die Fliege bezaubernd sein wird? Dann wird man sich anfreunden und sich vielleicht sogar verlieben und es bleibt doch nur ein einziger Tag Zeit. Und wer sagt überhaupt der gerade Geschlüpften, die sich für eine Maifliege hält, die Wahrheit? Wildschwein und Fuchs stammeln sich mühsam aus der Affäre, lügen zur Not: Der Fuchs ,- wie bedauernswert - würde den heutigen Tag nicht überleben, deshalb sei man so traurig. Die junge, hübsche Fliege ist ehrlich gerührt und zögert nicht lange: Dann muss eben das ganze Leben in diesen einen Tag hinein: ein ganzes Leben inklusive dem großen Glück.
(Autor: Martin Baltscheit)

Ein wunderbares Theaterstück... gespielt von ehemaligen Spielerinnen des JTNN... von Studentinnen, die in "Nur ein Tag" ihre Liebe zum Theater begeistert in Szene setzten... ein Theaterstück für Kinder, Jugendliche und Erwachsene...

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Presse

 
Die Oberbadische vom 23.3.11

Wenn man nur einen einzigen Tag hätte....

Gastspiel von Ehemaligen des Jungen Theaters Nellie Nashorn

Lörrach (bea). Was, wenn man nur einen einzigen Tag hätte....? - die Kernfrage der Textvorlage lässt sich auf die vier jungen Schauspielerinnen übertragen, die extra für dieses Stück ins Nellie Nashorn zurückgekehrt sind: Was, wenn man nur zwei Wochen hätte...?

Zwei Wochen, das ist die Zeit, die Petra Jeroma, Mathilde Leibfried, Kirstin Quartier und Magdalena Vaith haben, um zusammen das Theaterstück Nur ein Tag auf die Beine zu stellen. Denn seit einem halben Jahr sind sie getrennt: Sie leben jetzt in Stuttgart, München und Freiburg, studieren Architektur, auf Lehramt und Theaterwissenschaft. Nur Petra Jeroma ist in Lörrach in die Theaterwelt abgetaucht und lernt bei Tempus fugit Theater und Theaterpädagogik. Ihr Berufsziel: Schauspielerin.

Auf der Bühne des Nellie Nashorn sind die vier jungen Frauen Zuhause, das merkt man. Die vier Studentinnen schlüpfen augenblicklich in ihre Rollen. Hinter den locker als Kulisse aufgehängten Stoffstreifen spielen Fuchs und Wildschwein Versteck. Eine Eintagsfliege, der die beiden ungleichen Freunde beim Schlüpfen zuschauen, wird ihr Leben ändern. Die vierte im Quartett ist die Grille - immer dabei, verkörpert sie den Außenblick, kommentiert das Geschehen am Rande. Die Kurzlebigkeit ihrer neuen Genossin bringt Fuchs und das Wildschwein zum Nachdenken über das Leben. Mit der gedankenlosen Rumtändelei im Wald ist es erstmal vorbei. Und dann verliebt sich auch noch jemand....

Das Stück haben die vier, auf Vorschlag von Regisseurin Birgit Vaith nicht zufällig ausgewählt. Die aufgeworfenen Themen: Freundschaft, Abschied nehmen, aber auch der fruchtbare Neuanfang betreffen auch sie. Viele Jahre haben sie im jungen Theater Nellie Nashorn zusammen Theater gespielt, die Trennung, um jetzt ein neues Leben, außerhalb Lörrachs und der vertrauten Kreise, zu führen - sie fällt nicht leicht. Ob dieser ersten Rückkehr weitere folgen werden? Oder ist dieser Abschied jetzt ein endgültiger? Wie bei der Eintagsfliege?

Nur ein Tag wird am 27. und 30. März jeweils um 15 Uhr und am 29. und 31. März jeweils um 20 Uhr aufgeführt. Das Stück eignet sich gleichermaßen für Erwachsene wie für Kinder ab sechs Jahren.



BZ vom 23.03.2011

Das lange Leben einer Eintagsfliege

Vier ehemalige Schauspielerinnen des Theaters Nellie Nashorn geben mit einem fröhlichen Stück über Leben und Tod ihr Comeback

Von Elina Weiß und Sebastian Wolfrum

LÖRRACH. Sie sind erst um die 20 Jahre alt — und geben schon ein Comeback. Vier junge Frauen haben früher beim Jungen Theater Nellie Nashorn in Lörrach mitgespielt. Inzwischen sind sie fast alle zum Studieren weggezogen, arbeiten aber jetzt noch einmal zusammen, um ein neues Theaterstück auf die Bühne zu bringen. Und das mit nur zwei Wochen Zeit für die Proben.

Mehr als sechs Jahre lang haben die vier jungen Frauen zusammen beim Jungen Theater Nellie Nashorn auf der Bühne gestanden. Doch nach dem Abitur hat sie ihr Studium in verschiedene Städte verschlagen. Das sollte aber nicht das Ende ihrer gemeinsamen Auftritte bedeuten. Kirstin Quartier etwa, hat mehr als 10 Jahre in Lörrach Theater gespielt. Seit vergangenem Jahr studiert sie in Freiburg, dort hat sie noch keine Theatergruppe gefunden und vermisst das Bühnenleben sehr. Ihren Freundinnen, die mit ihr zusammen bei dem Jugendtheater gespielt haben, geht es ähnlich. "Deshalb haben wir uns gedacht, wir produzieren noch einmal gemeinsam ein Stück in Lörrach. Als Student hat man ja den Luxus, lange Semesterferien zu haben " , sagt die 20-Jährige.

Zusammen mit Birgit Vaith, Leiterin des Jungen Theaters Nellie Nashorn, haben die vier Jungschauspielerinnen das Stück ausgesucht: "Nur ein Tag" , von Martin Baltscheit. Das Schauspiel handelt von einem Wildschwein und einem Fuchs, die eine Eintagsfliege kennenlernen. Mit einem Trick wollen sie der Fliege ein schönes Leben bereiten. Und zwar ein Leben ohne Angst vor dem Tod, obwohl der einer Eintagsfliege ja immer recht bald bevorsteht. Das Schauspiel, das den Tod offen thematisiert, sei für Kinder und Erwachsene geeignet, meint Vaith, die bei dem Stück Regie führt. "Wir erzählen von Werten wie Freundschaft, Liebe und Toleranz und stellen die Frage wie man sein Leben gestalten kann" , so Vaith. Dazu kämen viel Musik und Tanzeinlagen, so dass eben für jüngere und ältere Zuschauer etwas geboten werde.

Die Premiere ist am kommenden Sonntag. Bis dahin gibt es für die Theatertruppe noch viel zu tun. Denn trotz der langen Semesterferien hatten die Schauspielerinnen Probleme, Termine zu finden. Jetzt muss das Stück in zwei Wochen zur Bühnenreife gebracht werden. Da hilft es, dass die Fünf von der gemeinsamen Theaterarbeit aufeinander eingespielt sind. Trotzdem proben sie derzeit bis zu zwölf Stunden am Tag. "Das hat aber auch Vorteile" , sagt Vaith. "So haben wir gar keine Zeit aus unseren Rollen auszusteigen."
Die Oberbadische vom 30.3.11

Über Tod, Leben und Glück

Vier junge Frauen spielen „Nur ein Tag“ im Nellie Nashorn

Lörrach (bea). Nur einen Tag dauert das Leben einer Eintagsfliege. Fuchs und Wildschwein, die im Wald die Zeit verstreichen lassen und sich von morgens bis abends gegenseitig necken, wissen zuerst nicht so ganz, wie sie sich dieser kleinen, gerade geschlüpften Fliege gegenüber verhalten sollen. Schließlich wollen sie das kleine, naive, lebenshungrige Geschöpf nicht enttäuschen.

Noch dazu hat sich das Wildschwein in sie verliebt. Die kleine, kokette Fliege (Magdalena Vaith) hat viel vor im Leben: einen Beruf will sie erlernen, heiraten und „alt werden“ – mit Tauben füttern und allem drum und dran, wie man sich das eben so vorstellt. Ganz offenbar weiß sie nicht, was ihr blüht...

Im Mittelpunkt des Geschehens steht aber zunächst der selbstgerechte Fuchs, schmissig gespielt von Kirstin Quartier. Denn nachdem er und sein Kumpel, das ewig mampfende Wildschwein (Mathilde Leibfried) sich fast verplappert hätten, haben sie einfach behauptet, er hätte nur einen Tag zu leben.

Wildschwein und Fliege lesen ihm von nun an alle Wünsche von den Augen ab, um ihm einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Hühnerjagd steht ebenso auf
dem Programm wie Geburtstagsfeier, heiraten und Kinder kriegen. Die drei Freunde amüsieren sich blendend.

„Bist Du jetzt glücklich?“, fragt die Fliege immer wieder. Der Tag vergeht wie im Flug. Bis es doch herauskommt: die Fliege muss sterben. Birgit Vaith
inszeniert das Stück mit ihren vier Schauspielerinnen kindgerecht, mit anschaulichen Bildern und deutlicher Sprache. Petra Jeroma bewährt sich
gleich in zwei Rollen: die der leichtfüßigen, kichernden Grille, die im ersten Teil die Aktionen der anderen mit Tönen untermalt und mit lebhaften Grimassen kommentiert, und die der schwermütigen zweiten Eintagsfliege, der ihr Leben nichts wert ist. Den Blick auf einen großen Wecker gerichtet zählt
sie die Stunden und Minuten, die sie noch vom Tod trennen. Für den Fuchs und das Wildschwein und ihre Artgenossin, die kleine, glückliche Fliege hat sie
nichts als zynische Worte übrig. Dabei zeigen die drei: Wer glücklich ist, und andere glücklich macht, kann optimistisch auf alles zugehen, was da kommt.

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Fotogalerie

Generalprobe am 26. März 2011

 

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Fotos: Thomas Quartier

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Es spielen:
 
Petra Jeroma Mathilde Leibfried
Kirstin Quartier Magdalena Vaith
   
Regie Birgit Vaith
Lichttechnik Florian Porsche
Plakat/Programm Andrea Schaller
Fotos/Video Thomas Quartier
   

Wir danken für die freundliche Unterstützung dem Scala Kostümverleih, Autohaus Schultheiß - Toyota und dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg

 

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu