NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2011

Junges Theater Nellie Nashorn

Tom Sawyer

Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

Tom Sawyer und Huckelberry Finn halten die Bewohner von ganz St. Petersburg am
Mississippi mit ihren Streichen zum Narren.
Tom und Huck sind für jedes Abenteuer bereit. Ehe es aber so richtig losgeht, sind sie erst mal im langweiligen Einerlei ihres kleinen Städtchens am Mississippi gefangen.
Doch eines Nachts, auf dem Friedhof,. beobachten sie zufällig, wie Indianer-Joe einen Mord begeht und es dem alten Muff Potter anhängen will.
Indianer-Joe ist gefährlich!
Also schwören sich Tom und Huck, besser den Mund zu halten und zu verschwinden.
Ein richtiges Abenteuer beginnt.

Mit viel Humor und Augenzwinkern bringt das Junge Theater Nellie Nashorn den Klassiker frei nach Mark Twain auf die Bühne und lädt dazu ein, in Tom Sawyers phantasievollen Welt Freundschaft, Abenteuer und erste Liebe Zu erleben.



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Presse

 
Die Oberbadische vom 19.10.11

Von Spiel zum Ernst des Lebens

Junges Theater Nellie Nashorn inszeniert Klassiker „Tom Sawyer“

Von Ursula König

Lörrach. Ein Klassiker der Literatur feierte am Sonntag im vollbesetzten Nellie Nashorn Premiere. Bei der Auswahl eines neuen Stückes für Jugendliche fiel die Wahl des Jungen Theaters Nellie Nashorn auf das wohl bekannteste Werk von Mark Twain: „Tom Sawyer“, wie Regisseurin Birgit Vaith erklärt.

Geeignet ist das Stück auch deshalb besonders, weil viele Jungen bei der Aufführung mitwirken. Basierend auf der klassischen Grundlage wurde sehr lebhaft ein Stoff auf der Bühne umgesetzt, der Jugendliche auch heute noch anspricht: Die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein ist eine spannende und turbulente Phase, in der Selbstfindung, Abgrenzung, Gemeinschaftsgefühl und die erste Liebe prägende Themen sind.

Fließend gestaltet die Inszenierung die Übergänge vom Spiel zum Ernst des Lebens. Drei Kinder sind auf der Bühne in ein Hüpfspiel vertieft, streiten und arrangieren sich. Tante Molly (Sidney Reis) und Tante Polly (Isabell Spöri) kommen ins Spiel und unterhalten sich besorgt über ihr Pflegekind Tom (Patrick Pasch), der lauter Streiche im Kopf hat. „Wer sein Kind liebt, der züchtigt es“, so lautet ihre pädagogische Vorstellung.

Ein Raunen geht durch die mit vielen Kindern besetzten Zuschauerreihen.. Tom hat keine Eltern mehr. Er lebt bei seinen Tanten und die sind mit seiner Erziehung überfordert. In der Schule herrscht ein rauer Ton. Der Lehrer (Leon Ziegler) ist nicht zimperlich, wenn es um die Verhängung drastischer Maßnahmen geht. Der freiheitsliebende Junge hat sich einem Außenseiter angeschlossen. Huckleberry Finn (Luca Manfredi), von allen kurz Huck genannt, trägt zerlumpte Kleidung, raucht Pfeife, trägt tote Katzen mit sich herum und geht nicht wie die anderen Kinder zu Schule. Während eines nächtlichen Abenteuers auf dem Friedhof werden die beiden Zeugen eines heimtückischen Verbrechens.

Mit authentischen Kleidungsstücken und fantasievollen Requisiten entführt das Stück auf dramatische Weise nach St. Petersburg am Mississippi in eine längst vergangene Zeit und bleibt dabei doch zeitlos. Mit wunderbarer schauspielerischer Leistung werden Verbrecher gejagt, verlobt sich Tom mehrfach und werden Eindrücke einer gehobeneren Abendgesellschaft auf der Bühne umgesetzt. Einen dramaturgischen Höhepunkt erreicht das Stück am Ende, wenn Tragik und Witz zusammenfließen und Tom und Huck auf ihrer eigenen Beerdigung erscheinen.

Weitere Darsteller: Isabell Brunner, Lilli Langner, Jovana Meyer, Paul Nickel, Lukas Niss, Leon Potgeter, Lisa Schaller, Lydia Schönbett, Felix Weisheitinger, Matthäus Windhausen, Eike Wolf

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BZ vom 19.10.2011

Viel Spaß mit Abenteuer von Tom Sawyer

Junges Theater Nellie Nashorn spielt für junge Jugendliche

LÖRRACH. Wenn man eine Inszenierung des Jungen Theater Nellie Nashorn besucht, geht das Theater garantiert schon vor dem Stück los. Mal wird man von Akteuren, die schon in der Rolle sind, am Eingang abgeholt, mal wird man mit einem kleinen passenden Präsent empfangen, manchmal ist auch das Anfangsbild eingefroren — samt der Spieler. Bei Tom Sawyer, der jüngsten Produktion des JTNN, die am Sonntag Premiere feierte, beschäftigen sich drei Kinder auf der Bühne intensiv mit einem Hüpfspiel auf Kreidestrichen, um alsbald die Gäste mitten hinein in die wilde weite Welt des Tom Sawyer zu führen.

Die Geschichte ist seit Generationen und weltweit bekannt: Tom (Patrick Pasch) und Huckleberry Finn (Luca Manfredi) halten die Bewohner ganz St. Petersburgs am Mississippi mit ihren Streichen ordentlich zum Narren — bis sie eines Nachts auf dem Friedhof heimlich Zeugen eines schauerlichen Verbrechens werden. Das ist der Beginn eines spannenden Abenteuers, das die kleinen und großen Zuschauer im Nellie Nashorn miterleben dürfen. Nur die beiden Freunde könnten den beschuldigten Muff Potter (Matthäus Windhausen) entlasten, auf den der echte Täter Indianer Joe (Paul Nickel) geschickt den Verdacht lenkt. Doch zunächst schweigen sie aus Angst und weil sie es sich geschworen haben, und fliehen auf eine Insel. Dem Verdächtigen wird der Prozess gemacht.

Die Gruppe wollte nach Angaben von Spielleiterin Birgit Vaith nicht mehr nur ein reines Kinderstück spielen. Da lag Tom Sawyer in der Luft, vor allem auch, weil es sich um die "starke Jungengruppe" des JTNN handelt mit einem 50 zu 50 Proporz. An Aktualität verloren hat der Klassiker aus der Feder von Mark Twain bis heute nicht. Es geht schließlich um große Erlebnisse in der Kindheit. Darum, sich zum ersten Mal gegen die Erwachsenenwelt aufzulehnen, sich zum ersten Mal zu verlieben — auch wenn man das wie Tom im Überschwang der Gefühle maßlos übertreibt. Er verlobt sich dauernd mit einem Mädchen — bei der dritten Verlobung mit Becky (Lydia Schönbett) ist Schluss, weil ihm die anderen draufkommen. "Dann küsst du ihn, und schon ist die Kröte geschluckt" , zetert die Sitzengelassene. Wenn auf der Bühne schmatzend geküsst wird, gibt es Gelächter bei den jungen Zuschauern. Auch ansonsten spielt das Ensemble wie von ihm gewohnt auf der Klaviatur großartiger Regieeinfälle. Muff Potter darf im Suff ordentlich rülpsen, was aus den ersten Reihen prompt mit "ih, des is ekelhaft" kommentiert wird. Noch schlimmer wird es, als Huck Toms Erbrochenes mit der Pfeife einem gefangenen Fisch füttert. "Bä is des eeeeklig" , tönt es aus mehreren Kehlen. Aber es ist ein wonniges Schütteln, was die Kinder befällt. Mit unheimlichen Geräuschen wird der nächtliche Friedhof zum unheimlichen Ort — es ist zum Gruseln.

Szenenapplaus bekommt Felix Weisheitinger bei einem choreografierten Kapitänsstück, aber auch alle anderen, die hier bisher noch nicht namentlich genannt wurden, werden mit kräftigem Beifall für ihre starke Leistung belohnt: Isabell Brunner (Frau von Richter Thatcher), Lilli Langner (Emma), Jovana Meyer (Amy), Lukas Niss (Pfarrer), Leon Potgeter (Richter Thatcher), Sidney Reiss (Tante Molly), Lisa Schaller (Miss Rogers), Isabell Spöri (Tante Polly), Elke Wolf (Gerichtsdiener, Dr. Robinson) und Leon Ziegler (Lehrer).

Barbara Ruda
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Fotogalerie

Generalprobe am 20.1.2011

 

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Fotos:  Dr. Martin Schulte-Kellinghaus

 
Es spielen:
 
Isabell Brunner  Sidney Reiss 
Lilli Langner  Lisa Schaller 
Luca Manfredi  Lydia Schönbett 
Jovana Meyer  Isabell Spöri 
Paul Nickel Felix Weisheitinger 
Lukas Niss  Matthäus Windhausen 
Patrick Pasch Eike Wolf 
Leon Potgeter  Leon Ziegler 
   
Regie Birgit Vaith
Lichttechnik Florian Porsche
Plakat/Programm Andrea Schaller
   

Wir danken für die freundliche Unterstützung dem Scala Kostümverleih, Autohaus Schultheiß - Toyota und dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg

 

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu