NELLIE NASHORN

EIGEN PRODUKTIONEN 2012

Junges Theater Nellie Nashorn

Sommernachtstraum
nach William Shakespeare

Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

Hermia liebt Lysander, Helena liebt Demetrius, Demetrius aber liebt Hermia.

Vier unglücklich Verliebte irren in einer Sommernacht durch den Wald, in dem es von Feen und Waldgeistern nur so wimmelt. Die Ehekrise der Waldkönige, der Elf Puck und seine Zauberkünste lassen Irrungen und Verwirrungen ihren Lauf nehmen.

Mit viel Witz, Elan und voller Situationskomik erzählt das Junge Theater Nellie Nashorn das berühmte Stück von William Shakespeare neu.

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Presse

 
BZ vom 26.06.2012

Puck, der trottelige Untertan

Das Junge Theater Nellie Nashorn um Regisseurin Birgit Vaith spielt Shakespeares Komödie "Sommernachtstraum"

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Gabler

LÖRRACH. Sie ist eine der zauberhaftesten Nächte der Literaturgeschichte: Die einzigartige Nacht in Athen und einem der Stadt nahe gelegenen Wald aus Shakespeares "Sommernachtstraum" versammelt ein überquellendes Spiel an menschlichen Liebesverwirrungen und phantastischem Waldgeistertreiben. Jetzt hat sich das Junge Theater Nellie Nashorn um Regisseurin Birgit Vaith die Komödie vorgenommen, am Donnerstag war Premiere in der Reihe Sommertheater des JTNN im Nellie Nashorn.

Hermia liebt Lysander, Helena liebt Demetrius, Demetrius aber liebt Hermia. Diese verweigert sich der Vermählung mit Demetrius, die ihr Vater, der König, angeordnet hat. Hermia flieht mit ihrem Geliebten in den Wald. Demetrius macht sich daraufhin auf die Suche nach den beiden, Helena begleitet ihn und , kämpft dabei zunächst vergeblich um die Gunst des Angebeteten. Der König wiederum schickt seinen Berater Hasenfuß nach den Vieren — die sich auf ihren verwirrten Wegen irgendwann im Lauf der Nacht begegnen.

Doch Hasenfuß und die vier unglücklich Verliebten sind nicht allein im Wald: Kobolde und Elfen beherrschen ihn, die nichts als Schalk und Verzauberung im Sinn haben. An ihrer Spitze stehen Oberon und Titania, deren Ehe an Eifersucht zu scheitern droht.

Die Idee Oberons, die Liebe seiner Frau mit Hilfe einer Wunderblume zurück zu gewinnen, bringt das nächtliche Treiben vollends durcheinander: Der Elfe Puck, der die Blume besorgen soll, setzt deren manipulative Kraft nicht nur bei Titania ein, sondern hält sie auch den menschlichen Liebeskranken unter die Nase. Nun steht alles auf dem Kopf: Sowohl Lysander als auch Demetrius lieben plötzlich Helena und von Hermia will keiner mehr etwas wissen.

Puck nun, der bei Shakespeare ein geistvoller Spaßtreiber ist, ist in der Produktion des Jungen Theaters eher ein trotteliger Untertan, dem nichts wichtiger ist als seine Beförderung. Hierfür übt der Anfänger in Sachen Zauberei Tag und Nacht. Erfolg allerdings stellt sich erst ein, als Puck ihn gar nicht mehr will und er seinem angestrebten beruflichen Aufstieg eher hinderlich denn dienlich ist. Kurzum: Titania verliebt sich in zwei Esel statt in ihren Gatten — und Puck fürchtet, in den Diensten des Elfenkönigs nun eher tiefer als höher gestellt zu werden. Neben dem karrieregeilen Puck hat Birgit Vaith auch die drei Elfen ins Heute übertragen: Kichernd und mit Computertastaturen ausgestattet füttern sie vermutlich die weltweiten Netzwerke mit den boulevardesken Beziehungs- und Verzauberungs-News aus dem athenischen Wald. Den vermeintlich aufstrebenden Puck fragen die frechen Gören in der Betrachtung seines erfolglosen Zauberspiels, wann er denn seinen Master machen würde.

Shakespeare zu inszenieren, hat immer mit Mut zu tun. Die Komplexität der Handlungsstränge, das Zusammenspiel der vielen Figuren und der geistreiche Witz Shakespeares sind nicht leicht auf die Bühne zu bringen. Dem Jungen Theater mit seinem Ensemble aus vierzehn Jugendlichen und Birgit Vaith gelingt mit ihrer anderthalbstündigen Inszenierung für Zuschauer ab zehn Jahren ein witziges, energiereiches Spiel, das in vielen kleinen, knackigen Szenen Lust macht auf mehr aus der Feder des großen Dramatikers.

Die Oberbadische vom 23.6.12

Junge Schauspieler glänzten

Das Junge Theater des Nellie Nashorn spielt „Ein Sommernachtstraum“

Lörrach (dr).Der „Sommernachtstraum“ ist das meistgespielte Stück von William Shakespeare. In den englischsprachigen Ländern gilt es als ein Klassiker für Schul- und Laientheaterinszenierungen. Es gibt also gute Gründe, dass die Truppe des „Jungen Theaters“ dieses Werk für seine Inszenierung ausgewählt hat. Am Donnerstag fand im Nellie Nashorn die Premiere statt.

Regisseurin Birgit Vaith hat das Stück in die Jetztzeit transferiert und besonders für junge Zuschauer vereinfacht und komprimiert. In 90 Minuten wird die im Original teils etwas verwirrende Handlung in Szene gesetzt. Ein Problem vieler Laiengruppen ist, dass zu wenige männliche Mitspieler zur Verfügung stehen. Vaith besetzt also die Rollen der jugendlichen Liebhaber Lysander (Hannah Sieper) und Demetrius (Lisa Strickstock) mit Mädchen.

Zunächst: ein generelles Lob für die jungen Schauspieler/ innen. Mit großer Textsicherheit und meist dichten Dialoganschlüssen ließen sie ein wahres Feuerwerk der Unterhaltung abbrennen. Viele der Akteure verfügen über eine beachtliche Sprechtechnik. Endsilben und - noch wichtiger - Endkonsonanten wurden sauber ausgesprochen, ohne sie besonders zu betonen. Die drei Waldfeen (Jildou Elgersma, Maryam Kuner und Pia Löwe) geisterten mit kurzen Röcken und Computertastatur durch den Wald.

Die neuesten Nachrichten wurden via Facebook und Twitter ausgetauscht. Der Kobold Puck (Nicolas Tröger) übte lange, bis er einen Menschen in einen Esel verwandeln konnte. Majestätisch schon durch ihre Körpergröße agierten der König (Paul Gayko) und der König Der Waldgeister( Oliver Debatin). Recht überkandidelt und zickig war die Königin der Waldgeister (Hanna Bretz), die sich durch die Sporen der Zauberblume in zwei verwandelte Esel verliebt.

Etwas kurz kamen die Handwerkerszenen (gespielt von Oliver Debatin, Jildou Elgersma, Paul Gayko, Pia Löwe und Joschua Seiler), die bei Shakespeare eigentlich für viel Heiterkeit sorgen. Kernstück der Handlung sind die jungen Mädchen Hermia ( Maren Potgeter) und Helena (Rebecca Wiese) und die Burschen Lysander und Demetrius. Wie auch oft im richtigen Leben geht im Stück die Liebe über Kreuz. Erst nach etlichen Irrungen und Wirrungen finden sich schließlich die „richtigen“ Paare zusammen. Neugierig geworden? Am heutigen Samstag, 23. Juni, findet um 20 Uhr eine weitere Aufführung des „Sommernachtstraums“ im Nellie Nashorn, Tumringer Straße 248, statt.

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Fotogalerie

Generalprobe am 18.6.2012

 

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Fotos:  Silke Quartier

 
Es spielen:
 
Hanna Bretz Oliver Debatin
Jildou Elgersma Paul Gayko
Eva Kickhöfen Maryam Kuner
Tobias Leibfried Pia Löwe
Maren Potgeter Hannah Sieper
Joschua Seiler Lisa Strickstrock
Nicolas Tröger Rebecca Wiese
   
Regie Birgit Vaith
Musik Birgit Vaith
Lichttechnik Florian Porsche
Eselskostüm Kathy Wind
Plakatgemälde Christoph Rönsch
Plakat/Programm Andrea Schaller
Foto/Video Silke Quartier

Wir danken für die freundliche Unterstützung dem Scala Kostümverleih, Autohaus Schultheiß - Toyota und dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg

 

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu