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Junges Theater

Drei miese, fiese Kerle
(nach dem Bilderbuch von Paul Maar und Susan Opel-Götz bearbeitet von Birgit Vaith/Aufführungsrechte beim
Verlag Kindertheater Weitendorf, Hamburg )



Regie: Birgit Vaith

 
 
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Zum Stück

Das Haus von Konrads Eltern war wirklich sehr hübsch anzuschauen mit seinen grünen Fensterläden und den Rosen im Vorgarten. Aber leider hatte es eine „schlechte Lage“, wie man sagte. Es stand nämlich in einer ganz üblen Gespenstergegend.

In einer turbulenten, phantasievoll und etwas schräg, verrückten Theaterfassung zeigt das Junge Theater wie der kleine furchtlose Konrad mit Hilfe einer merkwürdig karierten Katze die drei miesen, fiesen Kerle besiegt.
„Drei miese, fiese Kerle“ ist in Theaterstück, um sämtliche Ungeheuer und Gespenster aus dem Kinderzimmer erfolgreich zu vertreiben, ein Theatervergnügen für Jung und Alt


ab 4 Jahren

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Presse

 
BZ VOM 06.12.2013

So ein Theater um ein paar harmlose Gespenster

Das Junge Theater zeigt das Adventsstück "Drei miese, fiese Kerle" /
Eine kindertaugliche Prise Grusel und viel, viel Spaß


LÖRRACH. Von wegen "so ein Theater wegen ein paar harmloser Gespenster" . Bei seinem diesjährigen Adventsstück "Drei miese, fiese Kerle" nach einem Bilderbuch von Paul Maar bieten das Junge Theater, Regisseurin Birgit Vaith und Regieassistentin Anette Honold im Alten Wasserwerk eine bunte, spannende und lustige Inszenierung mit einer auf die kleinen Zuschauer abgestimmten Prise Grusel. Bei der Premiere am vergangenen Sonntag verfolgten die Kinder erstaunt den Gang der Geschichte.

Beim Jungen Theater fängt die Vorstellung immer schon an, wenn man den Zuschauerraum betritt. So auch jetzt, wo sich die jungen Spielerinnen und Spieler zwischen Umzugskisten in einer Schleife immer gleicher Bewegungsabläufe befinden. Nur das Skelett "Gruseljohnny" und ein geheimnisvoller Frosch verharren still an einer Ecke der Bühne. Konrad zieht nämlich mit seinen Eltern in ein neues schönes Haus. Nur die Gegend, die ist nicht ganz geheuer. Denn drei gruselige Gesellen — ein wüstes Gespenst, ein dickes Ungeheuer und ein bleicher Nachtmahr — treiben hier ihr Unwesen und erschrecken vor allem Spaziergänger, Wanderer, Skiläufer und Schlittenfahrer so sehr, dass die mit Blaulicht abtransportiert werden müssen — und zwar rund um die Uhr.

Herrlich übertrieben und slapstickmäßig dargestellt werden diese vergnüglichen Szenen im hinteren Teil der Bühne, auf den die Zuschauer bloß durch einen breiten Spalt zwischen den Kulissen blicken können. Dann wird es Konrad zu bunt, und er entschließt sich, die drei Fiesen fertigzumachen. Mit Anti-Gespensterkugeln ausgestattet lassen ihn die Eltern losziehen zum Gespensterschloss. Mit Hilfe einer merkwürdigen Verbündeten, einer karierten Katze, die eine List ersinnt, kann der unerschrockene Junge die miesen, fiesen Kerle einzeln erledigen. Der Lohn für die Katze: Sie kann die traurigen Überreste, Gespensterwurst, grüne Spaghetti und Nachtmahrhaut, genüsslich verzehren. Klasse, wie das Ensemble des Jungen Theaters die Jagd durchs Schloss mit einem einzigen beweglichen Bühnenbild visualisiert und vertont. Zu dem Soundtrack des Adventsstücks gehört auch das Gitarrenspiel von Luca Manfredi.

Der Spuk ist fürs Erste vorbei, die Anti-Gespensterkugeln, die während des Kampfes versehentlich im Publikum gelandet sind, werden brav zurück auf die Bühne gebracht. Doch erhält später jedes Kind am Ausgang als Geschenk eine eigene. Während der dunklen Jahreszeit gibt es ja genug Gespenster und Ungeheuer in Kinderzimmern, die vertrieben werden müssen. Und auch Konrad und seine Eltern finden noch keine Ruhe, denn jetzt, so erfährt man am Ende des Stücks, geistert eine karierte Katze in der Gegend herum. Julia Gerhardt, Anette Honold, Marie Keutler, Sven Klassa, Luca Manfredi, Linda Meyer, Kirstin Quartier, Lisa Schaller, Lydia Schönbett, Benny Truong, Hanna Weiß und Leon Ziegler sorgen mit ihrem ausdrucksvollem Spiel dafür, dass Groß und Klein bestens unterhalten werden.


Barbara Ruda
 

Die Oberbadische vom 4.12.13

Gerippe und Gespensterwurst

Junges Theater überzeugt in „Drei miese, fiese Kerle“

Lörrach (ib). Erleichterte Blicke, als Konrad unversehrt die Schlossmauer erklomm – verdutzte Blicke, als die karierte Katze blitzschnell die Gespensterblutwurst verdrückte: „Kommen, staunen, lachen“ hieß es beim Stück des Jungen Theaters „Drei miese, fiese Kerle“. Rappelvoll war es vor der Bühne im Alten Wasserwerk am Sonntag. Premiere feierte das Junge Theater mit Regisseurin Birgit Vaith und einem Dutzend Darstellern.

Zunächst wurde es bei der rund einstündigen Vorstellung gespenstisch. Passend dazu empfing die zahlreichen, kleinen Besucher ein Intro, bei sich dem die Akteure permanent in Schleifenposen bewegten. Dann gings los mit der „Rumgespensterei“: Weil Konrad diesem Spuk nach dem Einzug ins neue Haus ein Ende bereiten wollte, begab er sich in das Schloss der drei Unholde. Wenn er sie sich einzeln vornehme, könne er sie besser erledigen, riet ihm eine schlaue, karierte Katze, die natürlich sprechen konnte. Bei solch gutem Tipp war dem Unterfangen Erfolg beschert. Stolz marschierte Konrad nach abenteuerlichen Begebenheiten heimwärts, um den Eltern zu berichten, dass die Gefahr gebannt sei. Kommentar der Mutter: „Wasch dir die Hände“.

Neben einer gehörigen Portion Humor bot die Umsetzung des Stoffs ein hohes Potenzial an Spannung. Farbenfreudige und ideenreiche Kostüme bestimmten den trubeligen Spielverlauf. Zur Belebung trug bei, dass jeder Zentimeter der Bühne einbezogen wurde. Ein Gitarrist pendelte hin und her, Mimen tauchten vor der ersten Reihe auf, Gespensterkugeln flogen in die Sitzreihen. So manch fasziniertem Knirps stand der Mund vor Verblüffung auf. Kein Wunder, zog sich mitunter gar der Musiker vor lauter Grusel die Mütze über die Augen. Auch die Gunst der Erwachsenen gewannen die zwölf Nachwuchsschauspieler mit ihrer facettenreichen Darbietung. Ausgefeilten Charakter besaßen Mimik und Körpersprache. Hinzu gesellte sich ein gut terminiertes Quantum Situationskomik. Als ein Hingucker kristallisierte sich – neben dem freundlichen Gerippe – der grasgrüne Frosch heraus. Als gelungen ließ sich der in den Einakter involvierte Requisitenumbau bezeichnen, mit schmissigen Tönen avancierte er zum Glanzpunkt. Ähnlich raffiniert geriet die Szene vom Wandeln Konrads in den Schlossgängen. Die musikalische Seite würzte und stützte das Stück adäquat – Fazit: eignet sich bestens als Familienprogramm.

 
 
 
 
Fotogalerie

 

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Fotos: Dr. Karl-Heinz Labs

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Es spielen:
 
Julia Gerhardt Anette Honold
Marie Keutler Sven Klassa
Luca Manfredi Linda Meyer
Kirstin Quartier Nikolas Ruch
Lisa Schaller Lydia Schönbett
Hannah Weiss  Leon Ziegler
   
Regie Birgit Vaith
   
Regieassistenz Anette Honold
Praktikantin Kirstin Quartier
Lichttechnik Florian Porsche
Lichttechnikassistenz Stefan Ernst
Musik  Luca Manfredi
Plakat/Bühnenbild Kathy Wind
Plakat/Flyer UVM Andrea Schaller

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst über den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V. Herzlichen Dank an Scala Kostümverleih für die großzügige Unterstützung

 

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Impressum

webmaster@junges-theater.eu